Wenn man an Hamburg denkt, kommen einem Elbe, Hafen und Reeperbahn in den Sinn. Ein „Gipfel“ gehört eher nicht dazu. Und doch liegt im Süden der Stadt, mitten in den Harburger Bergen, der Hasselbrack.
Er war der erste Gipfel meines Projekts. Ich hatte mir vorgenommen, die jeweils höchsten Punkte aller 16 Bundesländer zu besuchen, und Hamburg bildete den Auftakt. Es war ein milder Märztag, der erste wirklich sonnige Tag des Jahres. Der Wald war noch kahl, das Licht klar, und nichts deutete darauf hin, dass ich gerade auf dem höchsten Punkt der Stadt stand.
Mit 116 Metern ist der Hasselbrack der höchste Punkt Hamburgs. Kein Ausblick, kein spektakulärer Moment. Nur ein schlichter Gedenkstein im Wald. Und trotzdem blieb dieser Ort in Erinnerung.
Wo liegt der Hasselbrack?
Der Hasselbrack befindet sich in den Harburger Bergen im Hamburger Süden, nahe Neugraben-Fischbek. Mit 116 Metern ist er offiziell der höchste Punkt der Stadt.
Das Gebiet ist bewaldet, leicht hügelig und Teil eines beliebten Naherholungsraums. Wer hier unterwegs ist, würde ohne Hinweis kaum vermuten, dass er sich auf dem höchsten Punkt Hamburgs befindet.
Wie anspruchsvoll ist die Wanderung?
Die Wanderung auf den Hasselbrack ist technisch einfach. Die Wege verlaufen überwiegend auf gut begehbaren Waldpfaden, teils sandig oder wurzelig, stellenweise leicht ansteigend.
Mit rund 6,4 Kilometern und etwa 104 Höhenmetern ist die Tour auch für weniger erfahrene Wandernde gut machbar. Bei Nässe können einzelne Abschnitte matschig sein, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Insgesamt handelt es sich um eine leichte Wanderung ohne besondere Anforderungen.
Route und Wegbeschreibung
Die Rundtour startet am Parkplatz Waldfrieden oder an der gleichnamigen Bushaltestelle. Von dort führen breite Waldwege durch die Harburger Berge. Nach einem ruhigen Abschnitt durch Laubwald erreicht man über einen kurzen Anstieg den höchsten Punkt Hamburgs, markiert durch einen schlichten Stein.
Der Rückweg verläuft über abwechslungsreiche Waldwege, vorbei an zwei historischen Hügelgräbern und einem Naturlehrpfad. Insgesamt ergibt sich eine rund 6,4 Kilometer lange, leichte Wanderung mit etwa 104 Höhenmetern.
Was den Hasselbrack besonders macht
Der Hasselbrack steht im Kontrast zu vielen anderen höchsten Punkten der Bundesländer. Während andernorts Gipfelkreuze oder Aussichtstürme dominieren, bleibt hier alles zurückhaltend.
Der höchste Punkt Hamburgs liegt verborgen im Wald. Der Gedenkstein ist schlicht, die Umgebung ruhig. Auch die beiden Hügelgräber entlang der Route verleihen der Wanderung eine historische Dimension.
Diese Tour zeigt eindrücklich, dass Höhe allein wenig über Wirkung aussagt. Manchmal entsteht Bedeutung gerade durch Unauffälligkeit.
Lohnt sich die Wanderung?
Wer eine spektakuläre Aussicht oder ein klassisches Gipfelerlebnis sucht, wird hier nicht fündig. Der Hasselbrack bietet keine Fernsicht und keine markante Gipfelinszenierung.
Als ruhige Waldwanderung durch die Harburger Berge lohnt sich die Tour dennoch. Sie verbindet Natur, Geschichte und einen besonderen Perspektivwechsel. Gerade weil der höchste Punkt Hamburgs so unscheinbar ist, bleibt der Besuch in Erinnerung.
Teil eines größeren Projekts
Der Hasselbrack war der erste von 16 höchsten Punkten der deutschen Bundesländer, die ich innerhalb eines Jahres besucht habe. Gerade dieser unscheinbare Start machte deutlich, wie groß die Spannweite dieses Projekts werden würde.
Vom stillen Waldpunkt in Hamburg bis zur hochalpinen Zugspitze reicht das Spektrum dieser Touren.
Wer sich für die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Charaktere der höchsten Punkte der Bundesländer interessiert, findet hier einen Überblick über das gesamte Projekt.
Zum Projekt ist ein Wanderführer entstanden
Aus den 16 Touren ist ein kompakter Wanderführer mit Routen, Einordnung und zusätzlichen Hintergrundinformationen entstanden.
