Die Hohe Tatra: Ein Alpenähnliches Paradies in Europa
Wer nach einer europäischen Alternative zu den Alpen sucht, wird schnell auf die Hohe Tatra stoßen. Dieses Gebirge bietet tatsächlich ein alpenähnliches Panorama mit beeindruckendem Hochgebirgsrelief. Die Hohe Tatra erstreckt sich größtenteils über die Slowakei, teilweise aber auch über Gebiete in Polen. Geologisch gesehen gehört sie zu den Karpaten. Oft wird die Hohe Tatra als das flächenmäßig kleinste Hochgebirge der Welt bezeichnet – mit einer Fläche von nur 340 Quadratkilometern. Doch trotz dieser geringen Größe erreichen mehr als 100 Gipfel die 2000-Meter-Grenze, wobei der Gerlachovský štít mit 2655 Metern der höchste Gipfel ist. Auch wenn die Hohe Tatra weniger bekannt ist als die Alpen, steht sie diesen in keiner Weise nach. Hier erwarten dich spektakuläre Berglandschaften, traumhafte Gletscherseen, imposante Wasserfälle und eine faszinierende Tierwelt. Jeden Sommer kommen tausende Wanderer, um die einzigartige Natur dieser Region zu erkunden. Besonders die Wasserfälle, die zu den beeindruckendsten Naturwundern in Gebirgen gehören, sind ein Highlight. In der Region Hrebienok stürzen viele Wasserfälle in die Tiefe, darunter auch der Obrovský vodopád, der „riesige Wasserfall“.
Meine Wanderung zu den Wasserfällen der Hohen Tatra
In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir meine spannende Wanderung zu den Wasserfällen der Hohen Tatra vorstellen und meine Erfahrungen mit dir teilen. Es freut mich sehr, dass du auf meinen Reiseblog gestoßen bist, und ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen meines Reiseberichts.
Meiner Wanderung zu den Wasserfällen der Hohen Tatra in Kürze
Wenn du nachfolgend auf einen Link klickst, gelangst du direkt zum entsprechenden Abschnitt der Route. Diese startet im Ort Starý Smokovec, aus dem eine Standseilbahn 255 Höhenmeter hinauf nach Hrebienok fährt. Hier verläuft ein Wanderweg durch Waldgebiete in Richtung Dlhý vodopád, den du als ersten Wasserfall der Tour erreichst. Kurz darauf folgt ein mehrstufiger Wasserfall, der Vodopády Studeného potoka genannt wird. Aus dem Hochtal Studeného potoka verläuft der Wanderweg weiter über Serpentinen hinauf zum Obrovský vodopád und dann weiter bis zum Lomnická vyhliadka. Es folgt ein langer, aber flacher Aufstieg zum Skalnaté Pleso, dessen kristallklares Wasser in traumhafter Lage in schönem Türkisblau erstrahlt. Eine Seilbahn bringt dich von hier bergab nach Tatranská Lomnica. In diesem Ort verkehrt ein Zug zurück nach Starý Smokovec.
Die gesamte Wanderung in der Hohen Tatra ohne die Fahrten ist ungefähr 8 Kilometer lang. Anstatt die Seilbahnen zu nutzen, kann man die Strecke allerdings auch zu Fuß bewältigen. Die Länge der Wanderung erhöht sich entsprechend. Der Aufstieg ist anstrengend, aber technisch nicht schwierig, da die Wege gut ausgebaut sind. Trotzdem sind Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung, auch im Sommer, Pflicht. Ich habe die Route und alle Sehenswürdigkeiten auf der Wanderkarte markiert.
Kompakte Infos für deine Reise
Alpine Wanderung im Nationalpark mit stark frequentierten Wegen, gut ausgebauter Infrastruktur und mehreren Einkehrmöglichkeiten. Naturerlebnis mit Wasserfällen, Waldpassagen und Hochgebirgsflair, körperlich fordernd, aber technisch moderat.
Die beste Zeit für diese Wanderung ist Juni bis September. Im Hochsommer ist die Route stark besucht. Ruhiger wird es im Juni (unter Beachtung der saisonalen Wegsperren oberhalb der Hütten bis Mitte Juni) und im September. Der Herbst bietet zusätzlich schöne Farben, setzt aber stabiles Wetter voraus.
Für die Wanderung selbst solltest du einen vollen Tag einplanen. Da es in der Hohen Tatra zahlreiche weitere Seen- und Gipfeltouren gibt, lohnt sich ein mehrtägiger Aufenthalt im Nationalpark.
Am flexibelsten bist du mit dem eigenen Auto. Alternativ ist die Region gut mit Bahn und Bus erschlossen, auch kleinere Orte sind erreichbar. Für Wanderungen in der Hohen Tatra ist ein fester Ausgangsort sinnvoll.
Ein guter Ausgangspunkt ist Starý Smokovec, da von hier mehrere Wanderungen starten und die touristische Infrastruktur gut ausgebaut ist. Alternativ eignen sich auch andere Orte in der Hohen Tatra mit direkter Anbindung an Wanderwege und öffentliche Verkehrsmittel.
Feste Wanderschuhe sind Pflicht. Die Route verläuft über Steinwege und Waldboden und führt bis auf etwa 1750 Meter Höhe. Auch im Sommer sind regenfeste Kleidung und eine wärmende Schicht sinnvoll. Die Wanderung ist konditionell anspruchsvoll, daher ausreichend Wasser und Proviant einplanen. Einkehrmöglichkeiten sind unterwegs vorhanden.
Eine allgemeine Übersicht zur benötigten Wanderausrüstung findest du hier
- Länge8 km (ohne Zug- und Liftfahrt)
- Höhenmeter↑ 640 m ↓ 144 m
- SchwierigkeitMedium
- StartBahnhof Starý Smokovec
- WegeSteinige aber befestigte Wege, steiler Aufstieg
- BesonderheitenFahrt mit Lift und Zug
Mobilität in der Slowakei
Viele der schönsten Wanderungen in der Hohen Tatra liegen abseits größerer Orte. Öffentliche Verkehrsmittel sind in ländlichen Regionen oft unzuverlässig oder zeitlich unpraktisch. Besonders, wenn du mehrere Touren kombinieren möchtest.
Für diese Wanderung ist ein Mietwagen daher die entspannteste Lösung: Du bleibst flexibel, bist nicht an Fahrpläne gebunden und erreichst auch abgelegene Startpunkte problemlos.
Ich selbst nutze in der Slowakei immer einen Mietwagen.
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Wie du zu den slowakischen Wasserfällen der Hohen Tatra kommst
Anreise mit dem Auto
Ausgangspunkt der Wanderung ist die Ortschaft Starý Smokovec, die gut über die D1 und Straße 537 mit dem Auto zu erreichen ist. Auch mit unseren 60 PS schwachen Motor hatten wir keine Probleme beim Bergauf fahren. Von Bratislava zur Hohen Tatra dauert die Fahrt 3,5 Stunden. Parkplätze sind ausgeschildert und reichlich verfügbar. Wir haben 6 Euro für den Tag bezahlt, aber die Preise sind mittlerweile sicherlich gestiegen. Es gibt auch günstigere Tickets auf Stundenbasis.
Mit dem Zug in die Hohe Tatra
Die Anreise mit dem Zug ist ebenfalls sehr bequem, da der Bahnhof Starý Smokovec auch direkt im Zentrum liegt. Hier fahren beispielsweise Züge aus Poprad und Štrbské Pleso ein. Zugtickets sind in der Slowakei zudem sehr günstig. Nähere Informationen findest du auf der Webseite der Bahngesellschaft oder in der App cp.sk. Ich habe den Bahnhof auf der Karte markiert.
Mit der slowakischen Standseilbahn nach Hrebienok
Circa 200 Meter nördlich vom Bahnhof befindet sich eine kleine Seilbahnstation. Von hier befördert eine Standseilbahn Touristen von Starý Smokovec nach Hrebienok. Wir zahlen 8 Euro für eine Einzelfahrt. Weitere Informationen und Online-Tickets findest du auf folgender Webseite. Für die knapp 2 Kilometer lange Strecke benötigt die Bahn circa 5 Minuten. Falls du lieber wandern möchtest, kannst du die 250 Höhenmeter auch zu Fuß bewältigen. Ein entsprechender Wanderweg verläuft entlang der Bahnstrecke, ist aber nicht sonderlich spektakulär. In Hrebienok selbst befindet sich ein Restaurant, Gebäude mit Eisskulpturen und ein Museum mit Lichtshows. Außerdem ist die Siedlung Startpunkt von vielen verschiedenen Wanderrouten in die Hohe Tatra. Auch wir starten hier unsere Wanderung zu den schönsten Wasserfällen der Slowakei.
Wandertour zu den Wasserfällen von Hrebienok und dem Gletschersee Skalnaté Pleso – Abenteuer in den Bergen der Slowakei
Die vielen Wanderer, die eben noch mit uns in der Seilbahn saßen, verstreuen sich in alle Himmelsrichtungen, um ihre Route zu starten. Wir halten uns an den grün markierten Wanderweg, der uns durch eine Region mit hohen Bäumen führt. Bereits nach wenigen Minuten hören wir ein Rauchen von Wasser, doch die Bäume versperren uns die Sicht. An einer T-Kreuzung können wir endlich auf den Fluss blicken. Es lohnt sich den gelb markierten Wanderweg bergab einzuschlagen, denn von unten hat man einen großartigen Blick auf den ersten Wasserfall der Route. Über Baumwurzeln und feuchten Boden kämpfen wir uns direkt an den Dlhý Wasserfall (Langer Wasserfall). Die meisten Touristen machen sich nicht die Mühe, sodass wir hier eine freie Sicht auf den reißerischen Fluss genießen können. Der erste Wasserfall der Hohen Tatra beeindruckt uns sofort.
Der mehrstufige Wasserfall im Fluss Studený
Wir kehren zurück zur grün markierten Route, die dann weiter entlang des Studený Flusses verläuft. Er schlängelt sich über Steine und Felsen durch ein grünes Tal mit hohen, schlanken Bäumen. Nach 300 Metern erblicken wir den Studeného Wasserfall, was übersetzt so viel wie Kalter Wasserfall bedeutet. Bereits aus der Ferne wird uns bewusst, wie gewaltig dieser Wasserfall ist, denn die Touristen am Ufer wirken winzig gegen die hinabstürzenden Wassermassen.
Wenn du dich abseits konkreter Touren weiter inspirieren lassen möchtest, findest du in meiner Sammlung an Outdoorbüchern persönliche Empfehlungen zu Abenteuern, Fernwegen und Naturgeschichten.
Es gibt mehrere ferne und naheliegende Aussichtspunkte auf den Wasserfall und wir schöpfen alle ausgiebig aus, um dieses Naturschauspiel der Hohen Tatra zu beobachten. Das Wasser tost wild über die im Fluss liegenden Felsen und übertönt alle Umgebungsgeräusche. Gischt wird aufgewirbelt, wodurch eine feuchtkühle Brise in unsere Richtung weht. Sogar die Äste der nahestehenden Bäume werden durch die Kraft des Wassers in Bewegung versetzt. Die Szene ist voller Dynamik. Im Kontrast dazu steht der stille Wald, durch den sich der Fluss kämpft. Die teilweise kahlen Bäume stehen seelenruhig da als würden sie die Wassermassen genauso beeindruckt beobachten wie wir.
Wanderweg Starolesnianska poľana in Hrebienok
Wir folgen der grün markierten Route, die entlang des rasanten Flusses verläuft, bis zur Lichtung Starolesnianska poľana. Die Umgebung hier ist geprägt von abgeholzten Bäumen, deren Baumstümpfe zwischen saftig grünen Gräsern und Büschen emporragen. Graue Wolken sammeln sich an den Berghängen und zaubern eine kalte, mystische Stimmung. Auf einer Wiese steht die Rainerova chata, in der Getränke und Snacks angeboten werden. Von hier sind mehrere Wanderwege in alle Richtungen des Nationalparks ausgeschildert.
Verzweifelte Suche nach den Wasserfällen im Hochtal Studeného potoka
Wir entscheiden uns den blau markierten Wanderweg einzuschlagen, da wir uns vorher kleinere Wasserfälle auf der Wanderkarte markiert haben, zu denen wir einen Abstecher machen wollen. Ein steiniger Pfad führt uns langsam bergauf, bis wir eine Stelle erreichen, an der laut meiner Karte eine Abzweigung Richtung Královnin závoj und Siroký lad Wasserfall existiert. Allerdings blicken wir nur auf dichte Büsche und Bäume, hinter denen wir steile Felsen vermuten. Auch eine Erkundung der folgenden und vorherigen 100 Meter des Wanderwegs bleibt erfolglos. Wir machen kehrt zur Lichtung, aber die Ausblicke, die wir auf dem Weg gemacht haben, entschädigen die erfolglose Suche. Nach späterer Recherche stelle ich fest, dass wir an der richtigen Stelle waren, die Wasserfälle aber nur durch Bergsteigen erreichbar sind.
Über Serpentinen hinauf zum Obrovský vodopád- der höchste Wasserfall der Slowakei
Bei Starolesnianska poľana halten wir uns diesmal an den rot markierten Wanderweg, der über den Fluss Velký Studený (Großer Studený) führt und dann über Serpentinen bergauf verläuft. Schon aus der Ferne sehen wir, wie sich ein steiniger Pfad den Berg hinaufschlängelt. Sogar die Umrisse eines Wasserfalles sind erkennbar, dessen Wasser in den Fluss Malý Studený (Kleiner Studený) stürzt.
Der Aufstieg bis zum Obrovský vodopád (Riesiger Wasserfall) dauert nicht lange. Eine hölzerne Brücke überquert eine enge Schlucht, in die der Wasserfall hinabstürzt. Von der Brücke aus blicken wir direkt auf eine steile Felswand, an der die gewaltigen Wassermassen ihren Weg nach unten suchen. Durch die Nähe zum Felsen sind vernünftige Bilder, die das Ausmaß des gigantischen Wasserfalls verdeutlichen, leider nicht realisierbar. Auf der anderen Seite der Brücke beobachten wir, wie das Wasser ein weiteres Mal hinunter ins Tal fällt. Touristen drängen sich neben mir, die Wassermassen fließen mit einer unvorstellbaren Dynamik und feuchter Wind treibt mir das Wasser ins Gesicht. Es scheint als würde ich neue Energie aus dieser Dynamik schöpfen, aber gleichzeitig strahlt das Naturspektakel auch eine unbeschreibliche Ruhe aus. Der stets gleichbleibende Vorhang aus Wasserstrahlen und die fest verankerten Felswände, die sich der Kraft des Wassers entgegenstellen, wirken auf mich beruhigend und wohltuend. Das kostenlose Therapie- und Wellnessprogramm der Hohen Tatra.
Von den Wasserfällen in die Höhen der slowakischen Tatra
Da wir die kleineren Wasserfälle nicht wie geplant besuchen konnten, haben wir noch reichlich Zeit auf der Uhr. Nach einem Blick auf die Wanderkarte entscheiden wir uns spontan in Richtung Skalnaté Pleso zu wandern. Der Gletschersee verspricht kristallklares Wasser und der Wanderweg dorthin scheint vielversprechend. Tatsächlich führt der steinige Pfad weiter durch Waldgebiete bergauf, bis wir einen herrlichen Aussichtspunkt erreichen, der uns zurück ins Tal blicken lässt. Von hier aus verläuft die Route Richtung Norden, wo die Umgebung kahler und steiniger wird. Nebel zieht über die Felsbrocken, über die wir wandern müssen. Der Aufstieg wird mühsamer und insgesamt überwinden wir 200 Höhenmeter, auf dem letzten Abschnitt zum See.
Kristallklares Wasser und atemberaubende Aussichten am Skalnaté Pleso
Nach der Ankunft setzen wir uns erschöpft auf eine Holzbank und genießen die herrliche Aussicht auf das Tal. Eine Seilbahn bringt ständig neue Touristen. Hinter uns sitzen Menschenmassen auf einer Terrasse des Restaurants, das sich hier oben befindet, und genießen das gute Wetter. Insgesamt ist das Reisezielt touristischer als wir erwartet haben. Wir erreichen nach kurzer Verschnaufpause das Ostufer und sind sofort begeistert vom Skalnaté Pleso (Steinbachsee). Tatsächlich ist das Wasser glasklar und sämtliche Steine am Grund sind deutlich zu erkennen. Der Steinbachsee macht seinem Namen alle Ehre. Am gegenüberliegenden Ufer ragen schroffe Bergwände in die Höhe, an denen sich dichte Wolken stauen. Tief beeindruckt von diesem Schauspiel setzen wir uns auf einen Felsen und lassen die Szene auf uns einwirken.
Rundweg um den Skalnaté Pleso
Die meisten Leute drehen hier bereits wieder um, doch wir setzen unsere Wanderung fort Richtung Nordufer. Über uns fahren Gondeln hinauf zum Lomnický štít, der mit 2632 Metern der dritthöchste Gipfel der Hohen Tatra ist. Obwohl die rote Gondel ziemlich schnell unterwegs ist, dauert es eine halbe Ewigkeit, ehe sie vollständig in den weißen Wolken am Berg verschwindet. Es ist eine beeindruckende Demonstration wie riesig die Berge im Hintergrund wirklich sind. Die Fahrt ist recht teuer und wir fragen uns, ob man bei der dichten Wolkendecke überhaupt eine Aussicht hat.
Wir begegnen nur noch wenigen Leuten auf dem Rundweg und erfreuen uns der freien Sicht auf den Skalnaté Pleso. Immer mehr Nebel zieht auf und die Brücke, auf der wir eben noch Bilder geschossen haben, wird nach und nach verschluckt. Am Hang steht ein Observatorium, das sich sehenswert in der Gegend einfügt. Wir halten die letzten Augenblicke am See fest und machen uns auf den Rückweg. Mehr Eindrücke findest du hier in meinem Blog-Beitrag über die schönsten Gletscherseen der Hohen Tatra.
Rückweg ins slowakische Starý Smokovec
Wir entscheiden uns die Seilbahn für den Weg nach unten zu nutzen und zahlen 16 Euro pro Person. Preise und Informationen findest du auf folgender Webseite. Eine rote Gondel, die wir komplett für uns allein haben, befördert uns Richtung Tatranská Lomnica. Die Fenster sind total dreckig, hindern uns aber nicht daran, die atemberaubende Aussicht auf die slowakische Landschaft zu genießen. Falls du lieber wandern möchtest, kannst du die 800 Höhenmeter auch zu Fuß bewältigen. In der Ortschaft Tatranská Lomnica sind es etwa noch 10 Minuten bis zum Bahnhof. Von hier fährt ein Zug in 15 Minuten zurück nach Starý Smokovec. Weitere Informationen und Tickets findest du auf der Webseite der Bahngesellschaft. Die Haltestellen und Seilbahnstationen habe ich auf der Karte markiert.
Hotels und Unterkünfte in der Hohen Tatra
Der beste Ausgangspunkt für die Wanderung zu den Wasserfällen ist der Ort Starý Smokovec. Der Ort ist touristisch gut erschlossen und bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten – von einfachen Pensionen bis zu komfortablen Hotels. Durch die zentrale Lage erreichst du viele Wanderwege und Seilbahnen bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Solltest du in Starý Smokovec keine passende Unterkunft finden, eignet sich auch das benachbarte Horný Smokovec als Alternative. Der Ort liegt etwas ruhiger, ist aber ebenfalls gut an das Verkehrsnetz angebunden.
Reiseführer als Ergänzung
Wenn du zusätzlich zu dieser Tour einen klassischen Reiseführer oder Wanderführer nutzen möchtest, können diese Bücher eine gute Ergänzung sein.
Sie bieten Hintergrundinfos und weitere Ideen für die Slowakei. Besonders hilfreich, wenn du gern offline planst oder stöberst.
Fazit zur Wanderung zu den Wasserfällen der Hohen Tatra
Mir hat die Route insgesamt sehr gut gefallen. Die Wasserfälle, die Berge und Landschaften sind wirklich einzigartig und atemberaubend. Wer die wilde Natur schätzt, wird diese Wanderung in der Hohen Tatra lieben. Der kristallklare See am Ende ist eine absolute Sehenswürdigkeit und ist eine schöne Belohnung für die Bewältigung der Strecke. Diese ist zwar nur circa 8 Kilometer lang, fordert aber einige Höhenmeter. Eine gute Kondition ist daher unabdingbar. Dennoch wird keine einschlägige Wandererfahrung zur Bewältigung benötigt. Respekt vor der alpinen Umgebung sollten allerdings vorhanden sein. Es ist zusätzlich möglich die Seilbahnstrecken zu Fuß zu bewältigen. Dadurch verlängert sich die Wanderung allerdings enorm. Wir sind die Tour im Juli gewandert. Dementsprechend waren viele andere Touristen unterwegs, welche sich aber gut auf der Route verteilt haben. Wer etwas mehr Ruhe sucht, der sollte eher im Juni oder September kommen. Es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten die Hohe Tatra zu erkunden. Schau dir gerne meine anderen Beiträge an, in denen ich dir großartige Seen oder eine Wanderung auf den höchsten begehbaren Gipfel der Tatra zeige.
Das kannst du außerdem in der Hohen Tatra erleben
Diese Wanderung lässt sich sehr gut auf eigene Faust unternehmen. Wenn du jedoch mehr Zeit in der Hohen Tatra verbringst oder Lust auf zusätzliche Erlebnisse hast, gibt es in der Region zahlreiche weitere Möglichkeiten: von geführten Wanderungen über mehrtägige Touren bis hin zu besonderen Naturerlebnissen wie Tierbeobachtungen. Die folgenden Touren bieten einen Überblick über das, was du ergänzend zu deiner eigenen Wanderung unternehmen kannst.
Wenn du noch Tipps für die Tatra hast, lass es mich bitte in den Kommentaren wissen. Ich möchte nämlich unbedingt ein weiteres Mal in die Hohe Tatra reisen. Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über die Wasserfälle der Tatra gefallen hat. Auf meinem Slowakei-Blog zeige ich dir weitere schöne Reiseziele in der Slowakei und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise in die Slowakei. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Slowakei-Urlaub.
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