Sächsische Schweiz: Spektakuläre Felsenwelt und Naturabenteuer an der Elbe
Die Sächsische Schweiz im Osten Deutschlands gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften Europas. Als Teil des Elbsandsteingebirges, das sich bis nach Tschechien (Böhmische Schweiz) erstreckt, ist die Region bekannt für ihre bizarren Felsformationen, tief eingeschnittenen Täler und markanten Tafelberge.
Die aus Sandstein geformte Landschaft bietet Wanderern, Kletterern und Naturliebhabern eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Natur aktiv zu erleben. Besonders beliebt ist der Nationalpark Sächsische Schweiz – ein Paradies für Outdoor-Fans. Weltberühmt ist die Basteibrücke, die jährlich rund 1,5 Millionen Besucher anzieht und als beliebtester Aussichtspunkt aller deutschen Nationalparks gilt.
In diesem Blog-Beitrag stelle ich dir die schönsten Ecken dieser einzigartigen Region vor. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Wanderung zur Bastei: Ein unvergessliches Highlight in der Sächsischen Schwei
Diese Sehenswürdigkeit in Sachsen möchte ich dir nicht vorenthalten. Daher stelle ich dir in diesem Blog-Beitrag eine großartige Wanderung zur Bastei in der Sächsischen Schweiz vor. Die Wanderung führt von Burg Hohnstein über die riesige Gautschgrotte und mehreren großartigen Aussichtspunkten bis zur Bastei. Anschließend verläuft der Weg weiter über die mystischen Schwedenlöcher und den Amselgrund ins idyllische Örtchen Rathewalde. Ein Bus bringt dich zurück nach Hohnstein. Die Route und einzelne Highlights habe ich auf der Karte markiert. Weitere Informationen zum Nationalpark findest du auf meiner Seite zur Sächsischen Schweiz. Schön, dass du auf meinen Reiseblog gestoßen bist. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen meines Reiseberichts.
Kompakte Infos für deine Reise
Die Wanderung zur Bastei führt durch teils felsiges, teils waldbedecktes Gelände mit vielen Aussichtspunkten über das Elbsandsteingebirge.
Wege können steil, verwurzelt oder eng werden; Trittsicherheit und Aufmerksamkeit sind daher empfehlenswert.
Die Region ist stark frequentiertes Wandergebiet, besonders an Wochenenden und in der Hauptsaison.
Das Wandergebiet eignet sich im Frühjahr, Sommer und frühen Herbst am besten.
Im Winter können Wege durch Frost und Schnee rutschig oder unpassierbar werden.
Wetterumschwünge sind in den Sandsteingebirgen häufig – entsprechende Vorbereitung ist sinnvoll.
Für die vorgestellte Rundwanderung zur Bastei solltest du einen halben bis ganzen Tag einplanen, abhängig von Tempo, Pausen und Aussichtspunkten.
Die Wanderungen im Elbsandsteingebirge lassen sich gut mit dem öffentlichen Nahverkehr (Elbtalbahn / Regionalbus) erreichen.
Viele Startpunkte sind von Bahnhöfen oder Haltestellen in gutem Fußmarsch erreichbar.
Alternativ kann die Anreise mit dem Auto erfolgen; an den Trailheads stehen in der Regel Parkplätze zur Verfügung.
Für mehrtägige Touren stehen Unterkünfte in der Region zur Verfügung.
Eine Übernachtung in Burg Hohnstein direkt entlang der Route kann das Wandererlebnis erweitern, ist jedoch keine Voraussetzung für die Tour.
- Länge13,5 km
- Höhenmeter↑ 729 m ↓ 713 m
- SchwierigkeitMittelschwer
- StartBurg Hohnstein
- WegeGut begehbar, viele Treppen, steiler Abstieg
- BesonderheitenRundwanderung, enthält Busfahrt
Wie du in die Sächsische Schweiz kommst
Anreise mit dem Auto
Die einfachste Möglichkeit nach Hohnstein, der Ausgangspunkt der Wanderung, zu reisen ist mit dem Auto. Aus Dresden kommend führt ab Pirna die S165 direkt nach Hohnstein. Auf dieser Strecke kommst du auch an der Abfahrt zur Bastei vorbei. Die Fahrt von Dresden nach Hohnstein dauert etwas 45 Minuten. Wir haben damals in der Burg Hohnstein übernachtet. Aber dazu später mehr.
Mit dem Zug in die Sächsische Schweiz
Der Ort Hohnstein ist auch mit Bus und Bahn zu erreichen. Dafür fährst du mit dem Zug nach Pirna und steigst anschließend in den Bus 236 oder 237 nach Sebnitz. Dieser stoppt an der Haltestelle Hohnstein, Markt. Fahrpläne und Tickets findest du auf der Seite vom Verkehrsbund oder Deutsche Bahn. Mein Tipp: Nutze das Sachsen-Ticket.
Meine Wandertour zur Bastei in der Sächsischen Schweiz – Vom Märchenschloss Hohnstein zur verwunschenen Gautschgrotte.
Unser Wandererlebnis in der Sächsischen Schweiz startet morgens an der Burg Hohnstein. Die blaue Stunde hat gerade begonnen, aber die Luft ist eisig. Während wir über den kleinen Marktplatz laufen ist es noch still im Ort und wir begegnen niemandem. Wir folgen dem Wanderweg Bärengarten, der uns schnell in einen Wald unterhalb der Burg führt. Nach ungefähr 200 Metern halten wir uns links auf die grün markierte Route. Hier beginnt ein Naturlehrpfad. Wir lassen die Burg langsam hinter uns. Der Felsen, auf dem sie thront, ist viel höher als wir dachten. Einige Zeit später erreichen wir eine Abzweigung, die zur Gautschgrotte führen soll. Wir sind neugierig und folgen dem nassen rutschigen Pfad ins Ungewisse. Am Ende des Weges blicken wir plötzlich auf eine riesige Grotte, die durch überhängende Felswände gebildet wird. An der Oberkante tropft Wasser in die Tiefe, welches sich am Boden sammelt. Die Pflanzen gedeihen hier besonders gut, sodass die Umgebung in saftigem grün erstrahlt. Fasziniert von diesem Naturspektakel erkunden wir die Gautschgrotte genauer. Es ist still im Inneren. Unsere eigene Stimme hallt durch die Felswände, während alle paar Sekunden ein aufschlagender Tropfen zu hören ist. Die feuchten Wände strahlen Kälte aus und verleihen dem Raum einen muffigen Geruch. Eine unerwartete Sehenswürdigkeit in der Sächsischen Schweiz.
Himmlische Aussichten über die Sächsische Schweiz
Wir setzen unsere Wanderung auf dem Halbenweg fort. Zur Linken türmen sich mächtige Felsen der Sächsischen Schweiz auf, während wir auf der anderen Seite hinab in eine Schlucht blicken. Der Wanderweg schlängelt sich durch einen Wald, dessen Bäume aufgrund der Jahreszeit kahl sind. Am Boden schimmert Tau in der Morgensonne. Das gefrorene Laub knackt und knistert unter unseren Wanderschuhen. Nach 2 Kilometern kommen wir an eine kleine Höhle im Fels mit einer Feuerstelle. Es geht weiter bergab und das Laub am Boden wird durch unsere unkontrollierten Schritte aufgewirbelt. Die letzten Meter steigen wir eine Treppe hinab, ehe wir den rot ausgeschilderten Neuweg erreichen.
Weitere Inspiration rund ums Wandern in Deutschland habe ich hier gesammelt – von klassischen Routen bis zu besonderen Wegen und Naturgeschichten abseits der bekannten Pfade.
Die kuriosen Namen der Sächsischen Schweiz im Kurort Rathen
Der Neuweg führt durch ein dunkles Waldgebiet mit Nadelbäumen. Wir wandern abwärts entlang eines Baches, bis wir eine alte Brücke überqueren müssen. Schließlich erreichen wir die Waltersdorfer Mühle, an der Snacks und Getränke gekauft werden können. Der weitere Verlauf der Route verläuft über den Füllhölzelweg durch einen Wald bis zum Kurort Rathen. Da wir viele Touristen im Ort vermuten, biegen wir direkt am Ortseingang rechts ab. Wir wandern über eine weitläufige Wiese und erkennen in der Ferne mächtige Felsen, die Kleine und Große Gans heißen. Etwas seltsam, denn Gänse erkennen wir hier nicht. Am Ende des schmalen Pfades erreichen wir den Amselsee, der zu dieser Jahreszeit aber wie leer gepumpt scheint. Doch auch im Winter ist dieses Gebiet der Sächsischen Schweiz eine Sehenswürdigkeit. Beim Überqueren eines Damms erblicken wir eine imposante Felsformation. Eine Besucher-Tafel informiert uns über die Namen der einzelnen Felsen, die nach ihrer Form benannt wurden. Lokomotive, Bienenkorb, Storchennest und Lamm. Entweder hatten die Verantwortlichen eine blühende Fantasie oder zu viel sächsischen Kräuterlikör intus. Aber entscheide selbst was du auf dem Bild siehst.
Aufstieg zur Bastei und deren berühmte Basteibrücke
Wir merken, dass wir der Bastei näherkommen, denn plötzlich treffen wir viele andere Touristen. Eine lange Treppe führt bergauf. Vor uns eine chinesische Reisegruppe mit schicken Schuhen, Mänteln und feinen Stoffhosen. Die weißen Sneaker färben sich braun vom matschigen Weg. Jeder Schritt wird mit dem Handy dokumentiert. Immer mehr Leute teilen sich den anspruchsvollen Weg nach oben. Am Gipfel der Bastei befinden sich mehrere Aussichtspunkte über die Sächsische Schweiz. Wir blicken weit über die idyllische Landschaft von Deutschland. Am Horizont sehen wir eine Gruppierung malerischer Tafelberge. Unten fließt die Elbe ruhig an Rathen vorbei. Der eisige Wind pfeift uns hier oben um die Ohren. Wir ziehen weiter. Plötzlich stauen sich die Menschenmassen, denn jeder möchte ein Bild von der Basteibrücke schießen. Auch wir knipsen ein paar Fotos auf der beeindruckenden Brücke. Im Hintergrund türmen sich mächtige Felsen auf. Die Menschen auf den Aussichtsplattformen der Bastei wirken wie Zwerge. Ein Blick nach unten ist schwindelerregend.
Erkundung der Bastei in der Sächsischen Schweiz
Wir biegen ab in Richtung der Aussichtsplateaus. Die Wege sind steinig und mit Zäunen gesichert. Menschen drängen sich durch die engen Pfade und hoffen auf eine gute Aussicht. Tatsächlich haben wir von hier einen zauberhaften Blick auf die Basteibrücke. Seit Jahrzehnten kommen unzählige Besucher auf die Bastei, um sich das Naturschauspiel anzusehen. Kein Wunder, dass die Basteibrücke nur zu touristischen Zwecken gebaut wurde. Heute zählt die Bastei zum meistbesuchten Aussichtspunkt aller deutschen Nationalparks. Über 1,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr zur Sehenswürdigkeit. Dementsprechend finden wir auf der Westseite sogar ein Restaurant und ein Hotel. Hier endet auch eine asphaltierte Straße, die bequeme Touristen auf den Gipfel befördert. Mir persönlich gefällt die Belohnung einer solchen atemberaubenden Aussicht, die ich nach einer anstrengenden Wanderung bekomme, besser.
Wanderung von der Bastei zu den Schwedenlöchern
Wir lassen die Attraktion Bastei hinter uns. Kurz vor dem Parkplatz halten wir uns rechts und folgen anschließend dem Gansweg Richtung Amselgrund. Schon bald erreichen wir erneut großartige Felsen. Über Betontreppen und Stege führt ein kilometerlanger Pfad bergab durch eine enge Schlucht. Die schroffen Felswände, die mit Moos und grünen Pflanzen übersät sind, sind zum Greifen nah. Der Wanderweg ist teilweise kein Meter breit. Egal wohin wir schauen, wir blicken nur auf steile Felswände. Ein faszinierendes, aber auch beklemmendes Gefühl macht sich breit. Wieder einmal wird uns die Überlegenheit der Natur bewusst. Diese tief eingeschnittenen Passagen werden als Schwedenlöcher bezeichnet. Im Dreißigjährigem Krieg flohen die Bewohner der Umgebung vor den schwedischen Soldaten in die tiefen Schluchten. Hier harrten sie aus, bis die Gefahr vorüber war. Im Laufe der Geschichte sollten die Schwedenlöcher den Einheimischen der Sächsischen Schweiz noch öfters als Schutz dienen.
Dörfer der Sächsischen Schweiz – Das idyllische Rathewalde
Am Ende des Wanderweges biegen wir links ab Richtung Rathewalde. Die Route verläuft entlang eines Baches. Schließlich erreichen wir die Amselfallbaude, die leider wegen Baumaßnahmen gesperrt ist. Im Normalfall kann man hier Getränke und Snacks bestellen. Hinter der Gaststätte befindet sich der Amselfall, der aber kaum Wasser führt. Wir setzen unsere Wanderung fort und stehen nach einigen Kilometern am Ortseingang von Rathewalde. Hier befinden sich alte Holzhäuser, die auf oder an den Felsen errichtet wurden und eine malerische Atmosphäre schaffen. Wir schlendern einige Zeit durch den Ort, ehe wir die richtige Bushaltestelle finden. Von hier nehmen wir den Bus 237 zurück nach Hohnstein. Fahrpläne für die Sächsische Schweiz findest du auf der Seite vom Verkehrsbund oder Deutsche Bahn Die Bushaltestellen in Rathewalde und Hohnstein sind auf der Karte markiert.
Wenn dich das Wandern in Deutschland interessiert:
Aus diesem Thema ist ein Buch entstanden, in dem ich die höchsten Punkte aller 16 deutschen Bundesländer vorgestellt habe – von Stadtparks bis ins Hochalpine.
Übernachtung auf der Burg Hohnstein
Wie schon erwähnt, übernachten wir in der Burg Hohnstein* Diese diente in vergangenen Tagen als Jugendherberge. Dementsprechend schlicht sind auch die Zimmer. Wir teilen uns zu zweit ein Zimmer, in dem zwei Hochbetten, also vier Betten, stehen. Für mich ist die Länge des Bettes gerade noch ausreichend. Aber alle, die über 185 cm sind, sollten etwas anderes buchen. Erschöpft schmeißen wir uns aufs Bett, öffnen uns ein Bier und studieren die unzähligen Kritzeleien am Bettrahmen. „Lisa war hier“, Abschlussklasse 2001″, „Schreib mir bei ICQ“ und unzählige Penisse zieren die Rahmen. Wir waren alle mal jung. Es wird spät; vom Fenster aus können wir einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten. Ein kleines Restaurant in der Burg, das zeitig schließt, versorgt uns mit Abendessen, obwohl die Hälfte der Speisen ausverkauft ist. Am nächsten Morgen gibt es ein einfaches, aber reichliches und inklusives Frühstücksbüffet. Die Übernachtung ist günstig und einfach, aber sauber und das Personal ist freundlich. Zuviel darf man hier nicht erwarten, aber für uns eine tolle Erfahrung auf einer Burg übernachtet zu haben. Von daher ist Burg Hohnstein* eine Empfehlung für alle, die nur etwas Einfaches zur Übernachtung in der Sächsischen Schweiz suchen.
Reiseführer als Ergänzung
Wenn du zusätzlich zu dieser Tour einen klassischen Reiseführer oder Wanderführer nutzen möchtest, können diese Bücher eine gute Ergänzung sein.
Sie bieten Hintergrundinfos und weitere Ideen für Sachsen. Besonders hilfreich, wenn du gern offline planst oder stöberst.
Beeindruckende Winterwanderung zur Bastei: Naturwunder in der Sächsischen Schweiz
Die fast 14 Kilometer lange Rundwanderung ist gut machbar und bietet eine faszinierende Vielfalt. Der Aufstieg zur Basteibrücke ist zwar etwas fordernd, wird aber mit einem einmaligen Ausblick belohnt. Wir waren im Dezember unterwegs – rund um die Bastei war es zwar gut besucht, aber der Zauber dieses Ortes hat das schnell vergessen lassen. Abseits der Brücke hingegen war es ruhig und wir konnten die wilde Schönheit der Region fast für uns allein genießen.
Die Tour führte uns durch bizarre Felslandschaften, verwunschene Schluchten und zu historischen Bauwerken in Hohnstein und Rathewalde. Besonders die Gautschgrotte und die Ausblicke ins Elbtal bleiben uns in Erinnerung. Wenn du die Sächsische Schweiz besuchst, ist diese Wanderung ein Muss! Noch mehr Tipps findest du in meinem Beitrag zur Umgebung von Bad Schandau. Und falls du selbst einen Geheimtipp kennst – teile ihn gern in den Kommentaren!
Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über die Wanderung zur Bastei gefallen hat. Auf meinem Sachsen-Blog zeige ich dir weitere schöne Reiseziele in Sachsen und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise nach Sachsen. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Deutschland-Urlaub.
Weitere Möglichkeiten, die Bastei und Umgebung zu erleben
Die Bastei lässt sich hervorragend auf eigene Faust erwandern. Wenn du nur wenig Zeit hast, nicht selbst fahren möchtest oder die Region aus einer anderen Perspektive erleben willst, bieten sich auch organisierte Tagesausflüge in die Sächsische Schweiz an. Diese richten sich weniger an ambitionierte Wanderer, sondern an Besucher, die die Highlights kompakt erleben möchten.
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Anbieter eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht! Ich sehe es als kleines Dankeschön für meine Arbeit und freue mich über jede Unterstützung.


