Burgen in der Slowakei: Ein Land voller Geschichte und atemberaubender Architektur
Die Slowakei ist nicht nur für ihre unberührte Natur und atemberaubende Landschaften bekannt, sondern auch für ihre beeindruckende kulturelle Vielfalt. Wusstest du, dass die Slowakei im Vergleich zur Einwohnerzahl die meisten Burgen der Welt besitzt? Unglaubliche 600 Burgen, Schlösser und Paläste gibt es in diesem kleinen Land mit nur 5,4 Millionen Einwohnern. Diese prachtvollen Bauwerke wurden in verschiedenen Epochen errichtet, doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie waren Schauplätze historischer Ereignisse, und die Herrscher der Burgen prägten die Geschichte des Landes. Auf einer Reise durch die Slowakei lässt sich der Besuch einer Burg kaum vermeiden – fast alle 10 Minuten trifft man auf eine Burgruine oder einen Palast entlang der Route. Bei so vielen Sehenswürdigkeiten kann es schwerfallen, den Überblick zu behalten.
Meine drei Lieblingsburgen in der Slowakei
In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir drei Burgen vorstellen, die mir während meiner Rundreise durch die Slowakei besonders gut gefallen haben. Ich freue mich, dass du auf meinen Reiseblog gestoßen bist und wünsche dir viel Spaß beim Lesen meines Reiseberichts.
Meine Reise zu drei faszinierenden slowakischen Burgen
Während unserer Reiseplanung konnten wir vor lauter Möglichkeiten gar nicht entscheiden, welche Burg und Sehenswürdigkeiten wir besuchen sollten. Nach langer Recherche haben wir uns dann entschlossen einfach die Burgen zu besichtigen, die eh auf unserer Reiseroute liegen.
Die bekannteste ist vermutlich die Burgruine Theben, auch Devín genannt, welche nordwestlich von Bratislava auf einem Felsen thront. Hier stehen spektakuläre Mauerwerke direkt am Abhang zur Donau und die imposante Aussicht reicht weit bis nach Österreich. Außerdem besitzt dieser Ort eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes, da die Slowaken hier ihren Ursprung als eine slawische Nation sehen.
Burg Beckov ist ein sagenumwobener Ort, an dem einige Herrscher angeblich auf mysteriöse Weise verstorben sind. Die Burg liegt auf einem hohen Felsen im Inowetz Gebirge und ist ein ideales Zwischenziel auf der Reise zur Hohen Tatra. Hier versetzen dich mächtige Bauwerke zurück in der Geschichte, und Komparsen zeigen dir das altertümliche Leben auf der Burg.
Die Zipser Burg im Nordosten der Slowakei ist die zweitgrößte Burganlage Mitteleuropas. Riesige Mauern umgeben den gewaltigen Kern, der auf einer Erhöhung über die idyllische Landschaft wacht. Zurecht wurde diese Festung zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Für mich die beeindruckendste Burg der Slowakei. Aber entscheide selbst! Denn in diesem Blog-Beitrag stelle ich dir alle drei Sehenswürdigkeiten ausführlich vor.
Kompakte Infos für deine Reise
Historische Burgen und Festungsruinen auf markanten Felsen, meist mit weitem Blick über Täler und Landschaften. Die Anlagen sind gut zugänglich und eignen sich ideal als Zwischenstopps auf einer Rundreise durch die Slowakei.
Die beste Reisezeit ist April bis Oktober. In den Sommermonaten ist es häufig heiß und trocken, besonders auf den exponierten Burghügeln. Viele Burgen sind im Winter nur eingeschränkt zugänglich oder geschlossen. Ruhiger ist es an Wochentagen und in den frühen Morgenstunden.
Für den Besuch einer einzelnen Burg reichen meist 1–2 Stunden. Da die Burgen in unterschiedlichen Regionen liegen, werden sie in der Regel als Einzelstopps auf einer Rundreise besucht. Für die Slowakei insgesamt lohnt sich ein mehrtägiger Aufenthalt.
Am flexibelsten erreichst du die Burgen mit dem eigenen Auto, da viele Anlagen außerhalb größerer Orte liegen. Alternativ sind einzelne Burgen auch mit Bahn und Bus erreichbar, erfordern dann aber mehr Planung und Umstiege.
Da die Burgen geografisch weit auseinanderliegen, bietet sich eine standortabhängige Übernachtung in größeren Städten oder nahegelegenen Orten an. Die Burgen selbst verfügen nur vereinzelt über Unterkünfte in direkter Umgebung.
Eine spezielle Ausrüstung ist nicht erforderlich. Die Wege zu den Burgen sind kurz und gut ausgebaut. Aufgrund der offenen Lage sind Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung empfehlenswert. In den Burgruinen kann es windig und kühl sein, daher ist eine leichte zusätzliche Kleidung sinnvoll.
Mobilität in der Slowakei
Viele der schönsten Attraktionen in der Slowakei liegen abseits größerer Orte. Öffentliche Verkehrsmittel sind in ländlichen Regionen oft unzuverlässig oder zeitlich unpraktisch. Besonders, wenn du mehrere Burgen kombinieren möchtest.
Für diese Sehenswürdigkeiten ist ein Mietwagen daher die entspannteste Lösung: Du bleibst flexibel, bist nicht an Fahrpläne gebunden und erreichst auch abgelegene Startpunkte problemlos.
Ich selbst nutze in der Slowakei immer einen Mietwagen.
Den Vergleich und die Buchung erledige ich seit Jahren über Check24* weil ich dort schnell passende Angebote finde und die Abwicklung zuverlässig ist.
👉 Mietwagen für die Slowakei vergleichen – meine Empfehlung*
Burg Theben – Auf der Suche nach den Wurzeln einer slawischen Nation
Bratislava ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch auf der Burg Theben. Nur 20 Minuten nordwestlich der Hauptstadt wacht die Burgruine über den kleinen Ort Devín. Die Festung ist nicht nur für Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Auch slowakische Familien strömen im Sommer und in den Ferien in die historischen Bauten. Das mussten wir damals am eigenen Leib erfahren, nachdem wir auf den Parkplatz von Burg Theben abgebogen sind. Autos stehen dicht an dicht. Reisebusse parken am Rand. Auspuffe pusten heiße Luft an unsere Beine. Die Mittagssonne knallt auf den flimmernden Asphalt und durch die stickige Luft zieht der Geruch von Benzin. Misstrauisch folgen wir dem Geschrei kleiner Kinder. Am Eingang stehen zwei Clowns auf Stelzen, die uns nach unserer Nationalität fragen. Eine fremde Frau möchte ein Bild von uns und den Clowns schießen, die immer noch versuchen uns ihre Deutsch Kenntnisse zu beweisen. Wir fühlen uns fehl am Platz, bezahlen schnell die 4 Euro Eintritt und entfliehen der Situation.
Ein beliebtes Reiseziel in der Slowakei – Besuch auf Burg Devin
Der Aufstieg zur Burg Theben führt vorbei an Fressbuden, Spielplätzen und Streichelzoos. Entlang des Weges wächst grünes Gras, die Blumen blühen und der Wind weht kühlere Luft in unsere Gesichter. Die Menschenmassen verteilen sich jetzt besser auf dem großen Gelände. Unsere Stimmung wird besser. Oben erwartet uns ein schöner Innenhof, von dem unzählige enge Gassen Richtung Donau führen. Über mehrere Aussichtspunkte blicken wir über die idyllische Landschaft der Slowakei. Die Donau fließt tief unten erstaunlich ruhig an dem Felsen vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite sind bereits die Wälder Österreichs zu sehen. Bizarre Ruinen stehen direkt am Abhang, welche früher wohl als Aussichtstürme gedient haben. Eine einzigartige Konstruktion, aber doch im Einklang mit der Landschaft.
Auf der anderen Seite des Innenhofs führt eine Steintreppe hinauf zum höchsten Teil der Burg Theben. Von hier blicken wir auf den Hof und verfolgen eine Art Schauspiel für Kinder mit Komparsen in mittelalterlicher Kleidung. Sie sprechen slowakisch, sodass wir uns die Vorstellung sparen und in Ruhe die Aussicht über das Land genießen.
Geschichte und Fazit zur slowakischen Burg Theben
In mehreren Gebäuden innerhalb der Mauern lernen wir etwas über die Geschichte der Festung. Spielerisch erfährt man, was sich hier vor Jahrhunderten ereignete. Schon die Kelten erbauten hier eine Siedlung und die Römer überwachten vom Felsen den Limes vor nordischen Völkern. Erst während des Mährischen Reichs, welches das erste slawische Staatswesen darstellte, wurde hier eine Festung errichtet. Nach dessen Untergang galt die Burg Theben über Jahrhunderte als Westgrenze des Ungarischen Reiches, bis sie 1809 schließlich von Napoleons Truppen gesprengt wurde.
Burg Theben ist ein beliebtes Reiseziel. Daher empfehle ich in den frühen Morgenstunden vor den Familien und Reisebussen zu kommen. Die Anlage ist aufgrund der Schauspiele, Streichelzoos und Spiele sehr attraktiv für Familien. Aber auch Alleinreisende werden nicht enttäuscht. Denn es erwarten dich beeindruckende Bauwerke und großartige Aussichten über die idyllische Landschaft. Im Großen und Ganzen eine beeindruckende Sehenswürdigkeit in der Slowakei
Anreise zur Sehenswürdigkeit Burg Theben
Mit dem Auto benötigst du nur 20 Minuten aus Bratislava. Ein kostenloser Parkplatz befindet sich direkt am Fuß des Felsen. Hier stehen auch einige Restaurants.
Aus der Hauptstadt erreichst du die Burg auch bequem mit dem Bus. Von der Haltestelle Most SNP fährt Bus 29 direkt zu den naheliegenden Haltestellen Štrbská und Hrad Devín. Beide sind auf der Karte markiert. Ein Ticket kostet 0,90 € und kann an den gelben Automaten gekauft werden. Diese App hilft für die Reise mit Bus und Bahn. Wenn du mehr über das Reisen mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Slowakei erfahren möchtest, schaue dir meinen Reiseblog über die Slowakei an.
Öffnungszeiten Burg Theben
April – Oktober
Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 17:00 Uhr
November – März
Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 16:00 Uhr
Im Winter sind die Ausstellungsräume und Toiletten geschlossen. Bei Schnee und Eis wird die Anlage komplett geschlossen. Weitere Informationen findest du auf der Webseite der Burg Theben.
Eintrittspreise Burg Theben
Erwachsene: 4 €
Studenten, Kinder, Rentner: 2 €
Familien: 8 €
Weitere Informationen findest du auf der Webseite der Burg Theben.
Burg Beckov – Eine sagenumwobene Festung der Slowakei
Beckov ist eine kleine Gemeinde im Inowetz Gebirge, das zu den inneren Westkarpaten gehört. Hier wacht die gleichnamige Burg auf einem gewaltigen Felsen über die Region. Auf dem Weg in die Hohe Tatra nutzen wir die Gelegenheit und machen einen Zwischenstopp bei dieser Sehenswürdigkeit. Wir biegen gerade in die Straße zur Burg Beckov, als uns ein Mann mit Warnweste auffordert das Fenster zu öffnen. Er redet wild drauf los. Auf slowakisch. Als er bemerkt, dass wir nur deutsch und englisch sprechen, winkt er genervt ab. Ganz nach dem Motto ‚ach, macht doch was ihr wollt.‘ Wir fahren also weiter und stellen fest, dass wir hier keinen Parkplatz finden. Wahrscheinlich wollte er uns das erklären. Nachdem wir das Auto woanders geparkt haben, machen wir uns auf Richtung Burg. Der Weg führt aufwärts vorbei an einem kleinen Friedhof. Am Eingang bezahlen wir 4 Euro Eintritt an verkleidete Mitarbeiter und treten ein.
Besuch auf Burg Beckov – Sehenswürdigkeiten der Slowakei
Wir schlendern durch die alten Ruinen. In den Räumen zeigen archäologische Funde und Requisiten, wie das Leben auf Burg Beckov ausgesehen haben muss. Enge Gassen und steinige Treppen führen immer wieder zu neuen Ebenen und Räumen. Ständig erleben wir die Festung aus einem anderen Blickwinkel und entdecken neue spannende Details. Von mehreren Plattformen hat man einen atemberaubenden Blick über den Ort und die umliegende Landschaft.
Wir sind am frühen Morgen die ersten Besucher auf Burg Beckov. Die Fressbuden sind leer, die aufgebauten Spiele für Kinder ruhen und die Tiere genießen ihre Ruhe. In einem offenen Gehege sitzen rund 10 verschiedene Greifvögel und warten auf ihren Einsatz. Scheinbar werden hier Flugshows veranstaltet, sobald die Familien eintreffen. Im oberen Bereich der Burg hat ein Künstler seine Gemälde offen ausgestellt und wir fragen uns, wie schnell er bei plötzlichem Regen wohl seine Kunstwerke retten kann. An fast jeder Ecke steht eine eiserne Skulptur oder eine Spielstation mit Pfeil und Bogen oder Schwertkampf für Kinder. Im hinteren Teil der Festung wurde eine Kirche, die nicht so recht zum Rest der Ruine passt, restauriert. Die Tür ist verschlossen.
Aussichtspunkt von Burg Beckov
Während unserer Erkundungstour bemerken wir im Osten die ganze Zeit über einen Hügel, der eine freie Sicht auf die komplette Burganlage verspricht. Wir verlassen die Festung und halten uns nach dem Ausgang links. Ein sandiger Pfad führt auf den Hügel. Gräser, in denen Insekten zirpen, versperren den Weg. In der prallen Sonne, die nun höher steht, blicken wir auf die volle Pracht der Burg Beckov. Dieser Aussichtspunkt ist definitiv ein Abstecher wert.
Die Geschichte und Sagen von der slowakischen Burg Beckov
Schon während des Mährischen Reichs wurde in Beckov eine wichtige Siedlung der ersten Slawen gegründet. Die Nähe zur Waag machte die Siedlung zu einem bedeutenden Handelspunkt. Erst zur Zeit des Ungarischen Reiches wurde eine befestigte Burg auf dem Felsen errichtet. Sie diente zur Sicherung der nordwestlichen Außengrenze und überstand sogar dem Angriff der Osmanen. Die Festung wechselte häufiger den Besitzer und wurde ständig verstärkt und erweitert. Der Legende nach soll Graf Ctibor einen Diener den Felsen hinuntergeworfen haben. Dieser soll den Jagdhund des Grafen geschlagen haben, als der Hund sein Kind anfiel. Während des Sturzes soll der Diener gerufen haben, dass er sich in einem Jahr rächen würde. Demzufolge soll Ctibor genau ein Jahr später von einer Schlange gebissen worden sein. Durch den giftigen Biss soll er die Orientierung verloren haben und ebenfalls den Felsen hinuntergestürzt sein. Ich bin hier jedenfalls keinen Schlangen begegnet, fand die Sage aber sehr erwähnenswert.
Anreise zur Sehenswürdigkeit Burg Beckov
Am einfachsten ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Kostenlose Parkplätze liegen direkt an der Hauptstraße, die durch den Ort führt.
In Beckov gibt es mehrere Bushaltestellen, die aus den Städten Nové Mesto nad Váhom und Trenčín mit dem Bus angefahren werden. Für einen Besuch bei der Felsenburg eignen sich insbesondere die Stationen Beckov, OÚNZ und Beckov, ZŠ. Diese sind auf der Karte markiert. In der App cp.sk findest du Fahrpläne und Preise für deine Reise mit Bus und Bahn. Wenn du mehr über das Reisen mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Slowakei erfahren möchtest, schaue dir meinen Reiseblog über die Slowakei an.
Öffnungszeiten Burg Beckov
März
Samstag und Sonntag: 9:00 bis 17:00 Uhr
April – September
Montag bis Sonntag: 9:00 bis 18:00 Uhr
Oktober
Montag bis Sonntag: 9:00 bis 17:00 Uhr
November – Februar
Geschlossen
Aktuelle Informationen findest du auf der Webseite der Burg.
Eintrittspreise Burg Beckov
Erwachsene: 4,50 €
Studenten, Rentner: 3,50 €
Kinder: 3 €
In den Frühlings- und Herbstmonaten etwas günstiger. Aktuelle Informationen findest du auf der Webseite der Burg.
Burgen wie Beckov, Theben oder die Zipser Burg erzählen Geschichte ohne viele Worte. Zwischen Aussichtspunkten und Mauern entsteht eine besondere Stimmung. Genau diese Orte eignen sich, um Reisen nicht nur zu erleben, sondern auch mit Büchern reflektierend zu begleiten.
Zipser Burg – Die zweitgrößte Burganlage Mitteleuropas
Die Zipser Burg wacht auf einem hohen Travertinkegel über die gleichnamige Region Zips. Die mächtige Festung ist die zweitgrößte Burganlage Mitteleuropas und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon von Weitem blickt uns der gewaltige Komplex entgegen. Die Zipser Burg ist umgeben von Getreidefeldern und Wäldern. Auf westlicher Seite liegt die Stadt Spišské Podhradie. Überwältigt vom Anblick schießen wir direkt ein paar Bilder an der Straßenseite. Die grauen Wolken am Himmel verleihen der Festung etwas Bedrohliches. Wir parken am Fuße des Hügels, da die Autos der Besucher bereits hunderte Meter vor dem Parkplatz stehen. Wir ahnen Schlimmes.
Die größte Burg der Slowakei
Wir müssen rund 700 Meter bergauf wandern, bis wir den eigentlichen Parkplatz erreichen. Anschließend führt ein steiler Weg hinauf zur Zipser Burg. Der Aufstieg ist mühsam. Unsere Beine schmerzen. Fieser Muskelkater von der gestrigen Wanderung auf den Rysy macht sich bemerkbar. Die Mühe hätten wir uns sparen können. Am Eingang stehen die Leute in einer endlosen Schlange, sodass wir uns gegen einen Besuch der Attraktion entscheiden. Wir hatten ja sowieso bereits zwei Burgen innerhalb kürzester Zeit besucht. Nach einem kurzen Blick auf die Karte entscheiden wir uns für eine spontane Erkundungstour. In der Hoffnung auf schöne Aussichten nehmen wir südlich des Parkplatzes eine gelb markierte Route. Bereits nach einigen Metern führt auf der linken Seite ein Pfad auf ein Plateau, von dem wir einen großartigen Blick auf die Zipser Burg genießen können. In der Ferne beobachten wir die einströmenden Touristen, während wir die volle Pracht der Festung für uns allein haben.
Aussichtspunkte auf die Zipser Burg
Unsere Wanderung führt weiter entlang des beschilderten Wanderweges, bis wir uns rechts halten und auf eine Erhöhung steigen. Die Beine tun weh. Egal, die Neugier ist größer. Am Gipfel erwartet uns eine felsige Plattform, die eine großartige Aussicht auf die umliegende Landschaft erlaubt. Hinter einem kleinen Waldgebiet ragt die Zipser Burg prächtig hervor. Die schmerzenden Beine sind bei dieser Ansicht vergessen.
Wir erkunden die Erhöhung, schießen viele Bilder und wundern uns über die angenehme Ruhe. Obwohl hier der Ausblick auf die Burg fantastisch ist, treffen wir keinen einzigen Menschen. Erst an diesem Aussichtspunkt wird uns bewusst, wie weit sich diese Festung über den Hügel zieht. Für mich ist die Zipser Burg ein absolutes Highlight in der Slowakei.
Geschichte der slowakischen Zipser Burg
Schon zum Ende der Eisenzeit gründeten die Kelten entlang des Hügels eine Siedlung. Jahrhunderte später während des Mährischen Reiches errichteten die ersten Slawen eine befestigte Siedlung. Es folgte eine erste Burg, die sogar dem Mongoleneinfall standhielt. Wie die meisten Festungen der Slowakei, ging die Zipser Burg nach Ende der Mährer Zeit in das Eigentum des Ungarischen Reiches. Sie wechselte häufig die Besitzer und wurde ständig weiterentwickelt und verstärkt. Im 18. Jahrhundert ist die Anlage zweimal abgebrannt und wurde schließlich verlassen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Burg wieder in Stand gesetzt, bis sie 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Anreise zur Sehenswürdigkeit Zipser Burg
Die Festung ist am einfachsten mit dem Auto zu erreichen. Parkplätze stehen direkt vor Ort kostenfrei zur Verfügung. Das Parken entlang der Straße zur Burg ist auch möglich.
Die Anreise mit Bus und Bahn gestaltet sich leider etwas schwieriger. Auf der Westseite der Burg liegt der Ort Spišské Podhradie, der an das Verkehrsnetz angeschlossen ist. Busse aus Poprad, Prešov oder kleineren Städten fahren zur Haltestelle Spišské Podhradie, Nám, die auf der Karte markiert ist. Von dort führt ein 2 Kilometer langer Wanderweg (grüne Markierung) hinauf zur Zipser Burg. Die App cp.sk hilft dir bei deiner Routenplanung. Wenn du mehr über das Reisen mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Slowakei erfahren möchtest, schaue dir meinen Reiseblog über die Slowakei an.
Öffnungszeiten Zipser Burg
Mai – September
Montag bis Sonntag: 9:00 bis 19:00 Uhr
Oktober und April
Montag bis Sonntag: 9:00 bis 17:00 Uhr
November
Montag bis Sonntag: 9:00 bis 16:00 Uhr
Dezember – März
Geschlossen
Aktuelle Informationen findest du auf der Webseite der Burg.
Eintrittspreise Zipser Burg
Erwachsene: 8 €
Studenten, Rentner: 6 €
Kinder über 6 Jahre: 4 €
Aktuelle Informationen findest du auf der Webseite der Burg.
Die vorgestellten Burgen lassen sich gut individuell mit dem Auto oder auf einer Rundreise durch die Slowakei besuchen. Wenn du jedoch wenig Zeit hast, ohne eigenes Fahrzeug unterwegs bist oder die Highlights des Landes kompakt erleben möchtest, können geführte Touren eine sinnvolle Alternative sein.
Gerade ab Bratislava werden Tages- und Mehrtagestouren zu einigen der bekanntesten Burgen angeboten.
Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über die drei Burgen gefallen hat. Auf meinem Slowakei-Blog zeige ich dir weitere schöne Reiseziele in der Slowakei und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise in die Slowakei. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Slowakei-Urlaub.
Reiseführer als Ergänzung
Wenn du zusätzlich zu diesem Blogartikel einen klassischen Reiseführer oder Wanderführer nutzen möchtest, können diese Bücher eine gute Ergänzung sein.
Sie bieten Hintergrundinfos und weitere Ideen für die Slowakei. Besonders hilfreich, wenn du gern offline planst oder stöberst.
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Anbieter eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht! Ich sehe es als kleines Dankeschön für meine Arbeit und freue mich über jede Unterstützung.


