Die Hohe Tatra: Ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber
Die Hohe Tatra ist eines der beliebtesten Reiseziele in der Slowakei und wird oft als das flächenmäßig kleinste Hochgebirge der Welt bezeichnet. Mit einer Fläche von nur 340 Quadratkilometern beherbergt dieses Gebirge, das zu den Karpaten gehört, über 100 Gipfel, die die 2000-Meter-Grenze überschreiten. Zwei Drittel des Gebirges liegen in der Slowakei, der Rest in Polen. Die Landschaft ist geprägt von spektakulären Bergen, rasanten Wasserfällen und einer faszinierenden Tierwelt, was die Hohe Tatra zu einem perfekten Ziel für Wanderer macht. Jeden Sommer kommen Touristen und Bergsteiger aus aller Welt, um die atemberaubende Natur zu erkunden. Dank einer Vielzahl von Wanderwegen gibt es für jeden Wanderer die passende Strecke. Besonders auffällig sind die zahlreichen Bergseen, von denen es mehr als 100 in der Hohen Tatra gibt. Diese entstanden durch geschmolzene Gletscher der letzten Eiszeit, deren Wasser sich in natürlichen Vertiefungen sammelte. Die Seen werden oft als „Augen der Tatra“ bezeichnet und fügen sich mit ihrem tiefblauen, kristallklaren Wasser perfekt in die malerische Berglandschaft ein.
Drei beeindruckende Gletscherseen in der Hohen Tatra
In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir drei Gletscherseen vorstellen, die ich während meiner Rundreise durch die Hohe Tatra besucht habe. Diese Naturwunder solltest du auf keinen Fall verpassen. Es freut mich sehr, dass du auf meinen Reiseblog gestoßen bist und wünsche dir viel Spaß beim Lesen meines Reiseberichts.
Überblick der slowakischen Gletscherseen der Hohen Tatra
Folgend findest du eine Kurzbeschreibung der slowakischen Bergseen. Folgst du einem Link, gelangst du direkt zur Vorstellung des entsprechenden Sees. Zur Übersicht habe ich die Gletscherseen, Sehenswürdigkeiten sowie die Parkmöglichkeiten und Bushaltestellen auf der Karte markiert. Ich würde mich freuen, wenn ich dich überzeugen kann und du einen der vorgestellten Seen in der Hohen Tatra später selbst erkundest.
Der bekannteste See der Slowakei ist der Štrbské Pleso (Tschirmer See), da er in einem Wintersportort liegt. Im Winter stürzen sich hier Touristen auf die umliegenden Pisten. Außerdem ist Štrbské Pleso ein Kurort und mit 1350 Höhenmetern einer der höchstgelegenen in Mitteleuropa. Tatsächlich kann ich bestätigen, dass die Atmosphäre des malerischen Bergsees und der Landschaft eine beruhigende Wirkung hat.
Nicht weit vom Kurort erstreckt sich der Popradské Pleso (Poppersee) inmitten einer unglaublichen Berglandschaft. Ein Rundwanderweg führt um den traumhaften See. Im Gegensatz zum Štrbské Pleso ist es hier unglaublich ruhig und still. Ein Berghotel am Nordufer ist der einzige lebhafte Kontrast zu der unverfälschten und abgeschiedenen Natur. Mir hat auch gefallen, dass eine abwechslungsreiche Wanderung zum Erreichen des Sees erforderlich ist.
Auf 1750 Höhenmetern befindet sich der verträumte Skalnaté Pleso (Steinbachsee). Ein schöner Wanderweg führt hier her, aber ein Lift fährt auch zum See. Im kristallklaren Wasser spiegeln sich die umliegenden Berge und tiefen Wolken. Vom See befördert ein Lift Touristen höher auf den Lomnický štít, den dritthöchsten Gipfel der Hohen Tatra. Der Ort ist wirklich magisch und definitiv ein Highlight in der Slowakei.
Kompakte Infos für deine Reise
Alpine Bergseen in hochalpiner Lage mit teils kurzen, teils längeren Zustiegen. Naturerlebnis mit kühler, klarer Bergluft, spektakulären Ausblicken und sehr unterschiedlichen Besucherzahlen: von ruhig bis stark frequentiert.
Die beste Reisezeit ist Juni bis September. In den Wintermonaten sind die Seen aufgrund von Schnee und Eis nicht sinnvoll erreichbar. Auch im Hochsommer kann es an den Seen kühl und windig sein. Mai und September sind ruhiger, setzen aber stabiles Wetter voraus. Der Herbst bietet intensive Farben, erfordert jedoch gute Planung.
Für den Besuch aller vorgestellten Seen solltest du jeweils einen vollen Tag einplanen. Je nach Startpunkt, Zustieg und Aufenthaltsdauer kann sich der Besuch auch auf mehrere Tage verteilen.
Am flexibelsten bist du mit dem eigenen Auto unterwegs. Alternativ ist die Hohe Tatra gut an Bahn- und Busverbindungen angebunden, sodass auch einzelne Seen ohne Auto erreichbar sind.
Geeignete Übernachtungsorte befinden sich in den zentralen Orten der Hohen Tatra, die eine gute Anbindung an Bergbahnen, Wanderwege und öffentliche Verkehrsmittel bieten. Je nach See kann ein unterschiedlicher Ausgangspunkt sinnvoll sein.
Alle Seen liegen im Gebirge. Feste Wanderschuhe sind erforderlich. Auch im Sommer solltest du mit kühlen Temperaturen, Wind und Wetterumschwüngen rechnen. Eine Regenjacke und eine zusätzliche Wärmeschicht sind empfehlenswert. Der Besuch lässt sich mit Wanderungen kombinieren, daher ist alpine Grundausrüstung sinnvoll.
Eine allgemeine Übersicht zur benötigten Wanderausrüstung findest du hier
Mobilität in der Slowakei
Viele der schönsten Wanderungen in der Hohen Tatra liegen abseits größerer Orte. Öffentliche Verkehrsmittel sind in ländlichen Regionen oft unzuverlässig oder zeitlich unpraktisch. Besonders, wenn du mehrere Touren kombinieren möchtest.
Für diese Wanderung ist ein Mietwagen daher die entspannteste Lösung: Du bleibst flexibel, bist nicht an Fahrpläne gebunden und erreichst auch abgelegene Startpunkte problemlos.
Ich selbst nutze in der Slowakei immer einen Mietwagen.
Den Vergleich und die Buchung erledige ich seit Jahren über Check24* weil ich dort schnell passende Angebote finde und die Abwicklung zuverlässig ist.
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1. Der Tschirmer See – Der zweitgrößte und bekannteste Gletschersee der Slowakei
Štrbské Pleso ist die höchstgelegene Gemeinde der Tatra. Bekannt ist der Ort vor allem durch das hier gelegene Skigebiet, das jährlich tausende Touristen anzieht. An den Hängen der Tatra erstrecken sich vielfältige Pisten. Sogar die Nordischen Skiweltmeisterschaften wurde hier bereits ausgetragen. Wer sich nicht für Wintersport interessiert und nur den See besuchen möchte, kommt besser nicht im Winter. Zum einen ist es rappelvoll, zum anderen ist der Tschirmer See über 150 Tage im Jahr mit Eis bedeckt. Dafür strahlt der Gletschersee der Hohen Tatra in den Sommermonaten umso schöner in blauen Tönen. Die gigantischen Berge im Hintergrund spiegeln sich im Wasser und kleine Boote steuern über den 20 Meter tiefen See. Eine wahre Idylle. Deswegen ist es an dieser Attraktion auch leider zu jeder Jahreszeit touristisch und voll. Ein Besuch ist trotzdem sehr lohnend und auf dem Rundwanderweg verteilen sich die Touristen ausreichend. Meine Eindrücke möchte ich dir jetzt vorstellen. Leider war es am Tag des Besuches sehr neblig, sodass wir keine klare Sicht auf den kompletten See und die Umgebung hatten. Dafür hatten wir eine mystische Stimmung, die mindestens genauso beeindruckend war. Aber sieh selbst.
Anreise und Hotels am Tschirmer See
Štrbské Pleso liegt am südwestlichen Randgebiet der Hohen Tatra. Der Ort ist gut über die D1 und Straße 537 mit dem Auto zu erreichen. Auch mit unseren 60 PS schwachen Motor hatten wir keine Probleme beim Bergauf fahren. Von Bratislava nach Štrbské Pleso dauert die Fahrt 3,5 Stunden. Parkplätze sind ausgeschildert und reichlich verfügbar. Wir haben 6 Euro für den Tag bezahlt, aber die Preise sind mittlerweile sicherlich gestiegen. Es gibt auch günstigere Tickets auf Stundenbasis fürs Parken.
In Štrbské Pleso befindet sich außerdem ein Bahnhof, in den zum Beispiel Züge aus Poprad einfahren. Fahrpläne und Preise findest du auf der Seite der Bahngesellschaft. Bahnfahren ist in der Slowakei günstig, und das Streckennetz ist gut ausgebaut. Parkplatz und Bahnhof habe ich auch auf der Karte markiert. Wenn du mehr über das Reisen mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Slowakei erfahren möchtest, schaue dir meinen Reiseblog über die Slowakei an.
Falls du länger am Ausflugsziel bleiben möchtest, findest du jede Menge Unterkünfte direkt am See. Ich empfehle allerdings eine frühzeitige Reservierung, besonders zur Hochsaison. Hier findest du eine Übersicht der Hotels am Štrbské Pleso*
Der Rundweg um den Štrbské Pleso
Vom Parkplatz aus sehen wir schon von Weitem Restaurants, Shops und Cafés. Also alles was ein touristischer Ort so zu bieten hat. Wir schlagen deswegen den direkten Weg zum See ein. Wegweiser führen uns an das Südufer. Wir entscheiden uns den Rundwanderweg gegen den Uhrzeigersinn zu bestreiten. Beeindruckt von der Atmosphäre schießen wir direkt ein paar Bilder.
Wir passieren ein skurriles Hotel mit einer eigenartigen Architektur. Ich wittere ein schönes Fotomotiv und bin bereits gespannt, wie diese Sehenswürdigkeit aus der Ferne wirkt. Wir erreichen das Nordufer, an dem auch ein blau markierter Wanderweg hinauf auf die Chata pod Soliskom führt. Langsam zieht Nebel auf und dunkle Wolken türmen sich am Himmel auf. Der Blick auf die Hotels und Resorts am Südufer ist trotzdem herrlich. Wir setzen unsere Wanderung fort. Das skurrile Hotel ragt in der Ferne aus den Bäumen empor. Der Nebel verdichtet sich zunehmend und schafft eine mystische Stimmung am Tschirmer See.
Der Nebel versperrt mittlerweile die komplette Sicht auf den Tschirmer See. Nieselregen fällt auf uns herab. Wir begegnen nicht vielen Leuten bei diesem Wetter. Der Wanderweg schlängelt sich stets direkt am Ufer entlang, ehe er uns auf eine kleine Halbinsel führt. Hier gibt es Rastmöglichkeiten und ein Denkmal, das an die Soldaten des slowakischen Nationalaufstandes erinnert.
Nach kurzer Zeit folgt ein Abschnitt, der direkt am Wasser verläuft. Das klare Wasser liegt wie eine Decke auf grünbraunen Steinen, die regungslos den Grund des Sees schmücken. Eine Ente schwimmt gemächlich vorbei. Es ist still und der vorbeiziehende Nebel scheint die restlichen Töne zu verstummen. Eine Aussicht auf den Tschirmer See ist unmöglich, und doch schafft dieses Naturschauspiel eine unfassbar magische Stimmung.
Wir kommen an einem Bootsverleih vorbei, an dessen Steg mehrere Boote anliegen. An diesem Tag denkt allerdings niemand daran in die Ungewissheit hinter der Nebelwand zu rudern. Die Preise sind ohnehin unverschämt teuer.
Hotels mit großen Fenstern erscheinen zu unserer Rechten. Dahinter liegen Menschen in Bademänteln auf gemütlichen Liegen und beobachten das Treiben am Ufer des Tschirmer Sees. Langsam gelangen wir zurück an unseren Ausgangspunkt. Entgegenkommende Touristen strömen an uns vorbei. Zum Glück haben wir uns frühzeitig aufgemacht.
Fazit zum Štrbské Pleso in der Slowakei
Insgesamt hat sich der Besuch beim Tschirmer See mehr als gelohnt. Trotz des schlechten Wetters. Der Rundweg dauert circa 40 bis 60 Minuten, aber wer touristische Orte mag, kann sich hier sicherlich noch länger aufhalten. Es wird eine Menge geboten. Außerdem ist Štrbské Pleso ein guter Ausgangspunkt für weitere Wanderungen in der Hohen Tatra. Ein beliebtes Ziel ist zum Beispiel der Rysy, den ich dir in diesem Blog Beitrag vorstelle. Ferner führt dich ein rot markierter Wanderweg vom Štrbské Pleso bergauf zum malerischen Popradské Pleso.
Die Bergseen der Hohen Tatra liegen still eingebettet in alpiner Landschaft. Auch ohne große Touren entsteht hier ein intensives Naturerlebnis. Wer sich Zeit nimmt, erlebt Orte, die zum Verweilen einladen und Raum für ruhige Gedanken und begleitende Reiselektüre schaffen.
2. Ausflug zum idyllischen See Popradské Pleso – Naturwunder der Slowakei
Im Mengsdorfer Tal inmitten von gigantischen Bergen und dichten Wäldern befindet sich der Popradské Pleso (Poppersee). Er liegt circa eine Wanderstunde und 200 Höhenmeter von Štrbské Pleso entfernt. An der tiefsten Stelle misst der malerische Bergsee knapp 18 Meter. Aufgrund eines Zu- und Abflusses leben Bachforellen im Poppersee. Ein schöner Rundwanderweg führt um den See und garantiert traumhafte Eindrücke, denn die Umgebung gleicht einem kleinen Paradies. Steile Bergwände ragen empor, grüne Wälder bilden einen Kontrast dazu und Wolken kämpfen sich über die Berghänge. Zusätzlich spiegelt sich die gesamte Szene im klaren Wasser des Gletschersees. Allerdings ist der See zwischen November und Mai meist zugefroren, weshalb ich ein Besuch in den Sommermonaten empfehle. Im Gegensatz zum Štrbské Pleso findet man hier keine Touristen. Lediglich ein Berghotel am Nordufer bringt ein wenig Zivilisation in das abgelegene Naturschauspiel. Von hier starten auch einige großartige Wanderwege in die Berge der Hohen Tatra.
Anreise und Hotels am Popradské Pleso
Ausgangspunkt ist ein Wanderparkplatz nordöstlich der Ortschaft Štrbské Pleso. Falls du mit dem Auto anreist, empfehle ich dem Navi nach “Parkovisko Popradské Pleso” zu folgen. Hier kann man entlang der Straße für 10 Euro pro Tag parken (Wir mussten 2019 nur 6 € zahlen). Ein Parkwächter stellt dir ein Ticket aus. Falls die Kasse nicht besetzt ist, kannst du dein Ticket für den Parkplatz auch bei der Rückkehr bezahlen.
Die Anreise mit dem Zug ist ebenfalls sehr bequem, da der Bahnhof Popradské Pleso auch direkt am Parkplatz liegt. Hier fahren beispielsweise Züge aus Poprad ein. Zugtickets sind in der Slowakei zudem sehr günstig. Nähere Informationen findest du auf der Webseite der Bahngesellschaft oder in der App cp.sk. Ich habe den Parkplatz und den Bahnhof auf der Karte markiert. Wenn du mehr über das Reisen mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Slowakei erfahren möchtest, schaue dir meinen Reiseblog über die Slowakei an.
Falls du länger bei diesem Ausflugsziel bleiben möchtest, findest du jede Menge Unterkünfte in der Ortschaft Štrbské Pleso. Ich empfehle allerdings eine frühzeitige Reservierung, besonders zur Hochsaison. Unter folgendem Link findest du eine Übersicht der Hotels am Štrbské Pleso*
Wanderung zum Poppersee in der Hohen Tatra
Wir erreichen den Parkplatz am späten Nachmittag. Vor uns in der Ferne türmen sich gigantische Berge auf. Vorfreude kommt auf. Beim Abbiegen von der Straße auf den Wanderweg hören wir das Rauschen von Wasser. Eine Brücke führt über einen rasanten Fluss, der ins Tal stürzt. Moos bedeckte Steine liegen regungslos im Flussbett, während das Wasser wild über sie tost. Die asphaltierte Straße schlängelt sich weiter durch weitläufige Wiesen, die in saftigen Grüntönen erstrahlen. Die dunklen Wolken, der vorbeiziehende Nebel und die gigantischen Berge der Hohen Tatra im Hintergrund geben einen fantastischen Kontrast.
Je weiter wir bergauf wandern, desto mehr schwinden die großflächigen Wiesen und wilden Büsche am Wegesrand. Die Anzahl dunkelgrüner Nadelbäume nimmt stetig zu, bis wir schließlich ein Waldgebiet erreichen. Hier überqueren wir erneut den turbulenten Fluss, dessen Wasser über die modrigen Felsen Richtung Tal rauscht. Anschließend verläuft die Straße weiter durch Waldgebiete und endet schließlich am Berghotel am Popradské Pleso. Insgesamt ist die Strecke einfach zu bewältigen und dauert circa 40 bis 60 Minuten.
Rundwanderweg um den Popradské Pleso
Vom Haupteingang des Hotels führt rechts ein Pfad entlang. Schon bald erreichen wir Holzbrücken, die einen in den See strömenden Fluss überqueren. Ein Pfad, der allerdings überschwemmt ist, verläuft durch das Flussdelta. Wir ziehen unsere Schuhe und Socken aus und tappen barfuß durch das eiskalte Wasser.
Der kleine Pfad verläuft weiter direkt entlang des Ufers. Immer wieder müssen wir kleine Überschwemmungen überwinden. Das eiskalte Wasser betäubt die Füße. Doch dadurch wird der Schmerz der kleinen spitzen Steine verhindert, die am Boden liegen und sich in die Haut bohren. Die Strapazen lohnen sich, denn von der Ostseite des Poppersees haben wir großartige Aussichten auf das Berghotel, das sich perfekt in die Landschaft der Hohen Tatra fügt.
Der Wanderweg ist inzwischen frei von Wasser, sodass wir unsere Schuhe wieder anziehen können. Am Südufer führt ein kleiner Pfad weg vom See. Wir schlagen den Weg ein und erreichen kurz darauf ein merkwürdiges Denkmal. Es besitzt die Form eines Kreuzes, ähnelt aber eher einem bunten Marterpfahl. Auf jeden Fall haben wir von hier einen herrlichen Blick auf den gesamten Popradské Pleso.
Wir kehren zurück zum Ufer und setzen unseren Rundgang fort. Es scheint als würde sich die Umgebung durch den Wechsel von Sonne und Wolken ständig verändern. Wir beobachten ein wunderschönes Naturschauspiel und genießen die Ruhe, die diese Idylle ausstrahlt. Es ist mittlerweile spät und der Sonnenuntergang rückt näher. Daher begeben wir uns zurück ins Hotel, in dem wir heute übernachten. Möchtest du mehr über das schöne Berghotel erfahren, folge diesem Link zu meinem Erfahrungsbericht.
Fazit zum Popradské Pleso in der Slowakei
Allein die Wanderung zum See ist schon eine Sehenswürdigkeit. Wer ruhige Gegenden abseits vom Massentourismus mag, sollte den Popradské Pleso unbedingt besuchen. Hier findet man definitiv ein Stückchen des Paradieses. Wir sind keinen anderen Menschen begegnet, waren allerdings auch am späten Abend unterwegs. Der Wanderweg um den Poppersee ist circa 1,2 Kilometer lang. Da man an jeder Ecke aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, kann die Wanderung trotzdem einige Zeit in Anspruch nehmen. Zusammen mit dem Hin- und Rückweg ist man hier gut 2-3 Stunden unterwegs. Außerdem ist die Strecke einfach zu bewältigen. Eine gute Möglichkeit besteht darin den Besuch beim See mit einer Wanderung in die Hohe Tatra zu kombinieren. Der Poppersee liegt zum Beispiel auf dem Weg zum legendären Rysy. In diesem Blogartikel findest du einen ausführlichen Reisebericht über meine spektakuläre Wanderung zum Rysy.
3. Skalnaté Pleso – Kristallklarer Gletschersee auf 1750 Höhenmeter
Im Herzen der Hohen Tatra, nordwestlich von Tatranská Lomnica, liegt der Skalnaté Pleso (Steinbachsee). Die Gegend um den See verwandelt sich im Winter zum Skigebiet mit reichlich Pisten. Dementsprechend touristisch geht es hier zu, allerdings nicht so stark wie am Strbské Pleso. Auch dieser Bergsee ist in den Wintermonaten eingefroren. Im Sommer strahlt der Steinbachsee in türkisblau und die Gegend bietet spektakuläre Aussichten. Der Gletschersee ist nicht sonderlich groß oder tief, aber dafür atemberaubend schön. Im kristallklaren Wasser erkennt man jeden einzelnen Stein, der im See liegt. Fantastische Berge im Hintergrund und die Wolken, die an den Felswänden hängen bleiben, spiegeln sich eindrucksvoll im Wasser. Der Aufstieg zum See ist recht mühsam, allerdings gibt es hier auch eine Seilbahn, die dich auf 1750 Höhenmeter befördert.
Anreise und Hotels am Skalnaté Pleso
Ich habe den Besuch beim See damals mit einer schönen Wanderung von Hrebienok verbunden. Den Blog-Beitrag zum Wanderweg, der mehrere großartige Wasserfälle passiert, findest du unter folgendem Link. Es ist jedoch auch möglich Tatranská Lomnica als Ausgangspunkt zu wählen. Hier stehen ausreichend Parkplätze für die Anreise mit dem Auto bereit. Im Ort befindet sich außerdem ein Bahnhof, in dem Züge aus Starý Smokovec einfahren. Weitere Informationen findest du auf der Webseite der Bahngesellschaft. Aus Tatranská Lomnica führt ein Wanderweg hinauf zum Skalnaté Pleso. Auf der Strecke musst du allerdings mehr als 800 Höhenmeter überwinden. Bequemer ist die Nutzung des Lifts, der Touristen aus der Ortschaft zum See befördert. Ich habe den Lift damals für die Rückreise genutzt. Preise und Informationen findest du auf folgender Webseite.
Falls du länger bei diesem Ausflugsziel bleiben möchtest, findest du jede Menge Unterkünfte in der Ortschaft Tatranská Lomnica. Ich empfehle allerdings eine frühzeitige Reservierung, besonders zur Hochsaison. Unter folgendem Link findest du eine Übersicht der Hotels in Tatranská Lomnica*
Skalnaté Pleso in der Hohen Tatra
Wir erreichen den Steinbachsee nach einer anstrengenden Wanderung durch die Hohe Tatra. Erschöpft setzen wir uns auf eine Holzbank und genießen die herrliche Aussicht auf das Tal. Ständig treffen neue Gondeln der Seilbahn am Gipfel ein und bringen neue Touristen. Wir hingegen sind stolz, dass wir den Weg hierher zu Fuß bewältigt haben. Hinter uns sitzen Menschenmassen auf einer Terrasse des Restaurants, das sich hier oben befindet, und genießen das gute Wetter. Insgesamt ist die Attraktion touristischer als wir erwartet haben.
Rundwanderweg um den Steinbachsee
Nach kurzer Verschnaufpause begeben wir uns direkt Richtung See. Wir erreichen anfangs das Ostufer und sind sofort begeistert vom Skalnaté Pleso. Tatsächlich ist das Wasser glasklar und sämtliche Steine am Grund sind deutlich zu erkennen. Der Steinbachsee macht seinem Namen alle Ehre. Am gegenüberliegenden Ufer ragen schroffe Bergwände in die Höhe, an denen sich dichte Wolken stauen. Tief beeindruckt von diesem Schauspiel setzen wir uns auf einen Felsen und lassen die Szene auf uns einwirken.
Die meisten Leute drehen hier bereits wieder um, doch wir setzen unsere Wanderung fort Richtung Nordufer. Hier führen außerdem zwei Wanderwege höher in die Hohe Tatra. Wir bleiben allerdings auf dem Rundweg, der über große Felsen entlang des Ufers verläuft. Wir begegnen nur noch wenigen Leuten und erfreuen uns der freien Sicht auf den Skalnaté Pleso. Nebel zieht auf und die Brücke, auf der wir eben noch Bilder geschossen haben, wird nach und nach verschluckt.
Lift zum Lomnický štít – der dritthöchste Gipfel der Slowakei
Über uns fahren Gondeln hinauf zum Lomnický štít, der mit 2632 Metern der dritthöchste Gipfel der Hohen Tatra ist. Obwohl die rote Gondel ziemlich schnell unterwegs ist, dauert es eine halbe Ewigkeit, ehe sie vollständig in den weißen Wolken am Berg verschwindet. Es ist eine beeindruckende Demonstration wie riesig die Berge im Hintergrund wirklich sind. Die Fahrt ist recht teuer und wir fragen uns, ob man bei der dichten Wolkendecke überhaupt eine Aussicht hat.
Am Hang steht ein Observatorium, das sich sehenswert in der Gegend einfügt. Neben astrometrischen Aufgaben werden in der Sternwarte außerdem meteorologische Beobachtungen durchgeführt. Wir halten die letzten Augenblicke am See fest und machen uns auf den Rückweg. Dafür nutzen wir diesmal die Seilbahn Richtung Tatranská Lomnica.
Die vorgestellten Bergseen lassen sich hervorragend auf eigene Faust erkunden. Wenn du darüber hinaus tiefer in die Hohe Tatra eintauchen möchtest – etwa mit einem Bergführer, auf längeren Touren oder im Winter – gibt es auch geführte Angebote in der Region. Diese eignen sich besonders für anspruchsvollere Routen, spezielle Jahreszeiten oder wenn du wenig Zeit hast.
Reiseführer als Ergänzung
Wenn du zusätzlich zu diesem Blogartikel einen klassischen Reiseführer oder Wanderführer nutzen möchtest, können diese Bücher eine gute Ergänzung sein.
Sie bieten Hintergrundinfos und weitere Ideen für die Slowakei. Besonders hilfreich, wenn du gern offline planst oder stöberst.
Fazit zum Skalnaté Pleso in der Slowakei
Obwohl die Wanderung zum Steinbachsee sehr mühsam ist, kann ich einen Besuch absolut empfehlen. Zumal der Aufstieg auch mit einer Seilbahn bewältigt werden kann. Am Gipfel tummeln sich viele Touristen und Wanderer, allerdings schlagen nur wenige den Rundweg um den See ein. Dieser ist wunderschön und überzeugt mit türkisblauem und klarem Wasser. Außerdem kann man den Besuch mit einer Fahrt zum dritthöchsten Gipfel der Slowakei kombinieren. Falls du eine schöne Wanderung zum Skalnaté Pleso suchst, schau doch mal in meinen Blog-Beitrag. Im Reisebericht stelle ich dir eine großartige Route vor, die entlang vieler Wasserfälle verläuft und am Steinbachsee endet.
Wenn du noch Tipps für die Tatra hast, lass es mich bitte in den Kommentaren wissen. Ich möchte nämlich unbedingt ein weiteres Mal in die Hohe Tatra reisen. Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über die schönen Seen gefallen hat. Auf meinem Slowakei-Blog zeige ich dir weitere schöne Reiseziele in der Slowakei und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise in die Slowakei. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Slowakei-Urlaub.
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