Der Norden Thailands: Ruhe, Natur und authentische Erlebnisse
Der Norden Thailands ist touristisch ruhiger und entspannter als der südliche Teil des Landes. Die Region bleibt authentischer und unverfälschter, ohne die typischen Inseln oder Strände, die man im Süden findet. Doch der Norden hat seinen eigenen wundervollen Charme, geprägt von Kultur, ethnischen Minderheiten, tropischer Vegetation und beeindruckenden Berglandschaften. Unzählige Nationalparks mit atemberaubender Natur erwarten dich hier. Chiang Mai, das Zentrum des Nordens, zieht jährlich Millionen von Touristen an und bietet eine Vielzahl an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Doch auch die Umgebung hat einiges zu bieten, darunter das weniger bekannte Reiseziel Namtok Bua Tong im Regenwald des Nordens. Dieser Wasserfall, auch als Sticky Waterfall bekannt, ermöglicht es dir, problemlos auf den Felsen zu spazieren, dank des mineralhaltigen Kalksteins, über den das Wasser hinabstürzt. In der Nähe von Chiang Mai gelegen, lädt dieses Erholungsgebiet zum Baden und Entspannen ein. In diesem Blog-Beitrag berichte ich von meinen Erfahrungen beim Erkunden des Sticky Waterfalls während meiner Rucksackreise durch Thailand. Viel Spaß beim Lesen und danke, dass du auf meinem Reiseblog vorbeischaust!
Überblick vom Bua Tong Wasserfall
60 Kilometer nordöstlich von Chiang Mai liegt der Wasserfall Bua Tong inmitten des Dschungels. Dieser Wasserfall stürzt nicht nur spektakulär über mehrere Ebenen in die Tiefe, sondern besitzt noch eine ganz andere Besonderheit: Man kann seelenruhig auf dem Wasserfall spazieren gehen. Möglich machen das die mineralhaltigen Kalksteine, über die das Wasser fließt. Diese Steine, die wie ein gehärteter alter Schwamm aussehen, sind rau und ermöglichen einen sicheren Halt beim Laufen. Deswegen wird der Bua Tong Wasserfall auch Sticky Waterfall genannt. Der Wasserfall liegt in einem kleinen Naturpark, der als Erholungsgebiet dient. Hier kann man Baden, Picknicken und die Seele baumeln lassen. Außerdem befindet sich hier eine heilige Wasserquelle, die in sieben verschiedenen Blautönen erstrahlt. An den Wochenenden kommen viele Einheimische, doch auch bei Touristen wird diese Attraktion immer beliebter. Besonders sehenswert ist der Park im Oktober und November, kurz nachdem die Regenzeit in Thailand vorbei geht. Zu dieser Jahreszeit führt der Bach besonders viel Wasser und garantiert ultimativen Badespaß.
Kompakte Infos für deine Reise
In der Provinz Chiang Mai herrscht tropisches Klima, insgesamt etwas kühler als im Süden Thailands.
Die Trockenzeit von November bis März bietet angenehme Temperaturen. Während der Regenzeit (Mai–Oktober) kann der Besuch eingeschränkt sein; kurz nach der Regenzeit führt der Wasserfall jedoch besonders viel Wasser und ist entsprechend eindrucksvoll.
Für den Besuch des Sticky Waterfalls solltest du etwa einen halben Tag einplanen.
Zusätzlich ist Zeit für die An- und Abfahrt von Chiang Mai zu berücksichtigen.
Der Sticky Waterfall liegt nördlich von Chiang Mai. Die Anreise ist mit dem Auto oder Roller unkompliziert möglich; Parkmöglichkeiten befinden sich am Eingang.
Auch öffentliche Verkehrsmittel sind nutzbar, erfordern jedoch mehr Zeit und Planung.
Die Wege im Park sind gut ausgebaut, führen jedoch durch dschungelartiges Gelände.
Festes Schuhwerk, Badesachen, Sonnenschutz und Insektenschutz sind sinnvoll.
Vor Ort gibt es Umkleidemöglichkeiten sowie einfache Verpflegungsangebote.
Die Kalksteinformationen und Wasserstufen bieten abwechslungsreiche Fotomotive.
Durch Spritzwasser und hohe Luftfeuchtigkeit ist ein geschützter Umgang mit Kameraausrüstung empfehlenswert.
- Öffnungszeiten8:00 - 17:00 Uhr
- Eintrittspreisekostenlos
- Beste ReisezeitOktober bis Februar
Mobilität in Thailand
In Thailand lassen sich viele Orte und Naturattraktionen am einfachsten mit Bussen oder Vans erreichen. Die Verbindungen sind häufig, günstig und deutlich unkomplizierter als das Fahren mit dem eigenen Auto oder Roller.
Ich buche Bus- und Van-Tickets in Thailand selbst meist vorab über 12Go.Asia* da sich dort Routen, Fahrzeiten und Preise übersichtlich vergleichen lassen.
Das erspart langes Suchen vor Ort und reduziert das Risiko, an überfüllten Schaltern keine Tickets mehr zu bekommen.
👉 Bus- und Zugverbindungen in Thailand vergleichen – meine Empfehlung*
Wie du zum Sticky Waterfall kommst
Anreise zum Sticky Waterfall
Der Bua Tong Wasserfall liegt nordöstlich von Chiang Mai im Mae Taeng National Forest Reserve. Am einfachsten ist die Anreise mit einem eigenen Roller oder Motorrad. Diese kannst du dir in Chiang Mai an fast jeder Straßenecke für circa 200 Baht am Tag ausleihen. Anstatt die vielbefahrene Hauptstraße 107 zu fahren, empfehle ich, die viel ruhigere und landschaftlich schönere Straße 1001 zu nehmen. Die Fahrt von Chiang Mai zum Sticky Waterfall dauert etwas mehr als eine Stunde. Parken kannst du kostenlos direkt am Eingang vom Park.
Außerdem ist es möglich mit dem Bus anzureisen. Dafür begibst du dich zur Chang Phuak Bus Station in Chiang Mai und suchst nach dem Busunternehmen Prempracha. Deren Busse fahren Richtung Phrao und kommen am Sticky Waterfall vorbei. Eine Fahrt kostet rund 40 Baht. Allerdings liegt die Bushaltestelle rund 3 Kilometer vom Wasserfall entfernt, sodass das letzte Stück gelaufen werden muss. Informationen und Fahrpläne findest du auf der Homepage von Prempracha.
Anreise nach Chiang Mai
Wie bereits erwähnt, empfehle ich eine Anreise über Chiang Mai. Aus Bangkok fahren regelmäßig Busse vom Busbahnhof Mo Chit in die Stadt. Du musst mit circa 500 bis 900 Baht für die 9- bis 11-stündige Fahrt rechnen.
Auch (Nacht-)Züge fahren vom Bahnhof Hua Lamphong von Bangkok nach Chiang Mai. Die Fahrt dauert über 12 Stunden und kostet je nach Klasse bis zu 1200 Baht. Tickets kannst du direkt am Schalter kaufen, aber besonders für Züge empfehle ich vorab Tickets zu reservieren.
Auto oder Roller in Thailand
Eine Anreise mit Roller oder Auto ist möglich, erfordert jedoch Erfahrung im thailändischen Straßenverkehr und ist nicht für jeden empfehlenswert (Linksverkehr, Chaos, Straßenschäden)
Wenn dir die Anreise mit Roller oder Auto zu aufwendig oder unsicher erscheint, kannst du den Sticky Waterfall auch im Rahmen einer geführten Tour besuchen. Dabei musst du dich weder um Transport noch um Planung kümmern und kannst dich ganz auf das Naturerlebnis konzentrieren. Besonders für Reisende ohne eigene Fahrerfahrung in Thailand ist das eine entspannte Alternative.
Ein Ausflug zum Sticky Waterfall
Am Eingang des kostenlosen Parks, der von 8 bis 17 Uhr geöffnet ist, befindet sich ein großer Parkplatz. Es folgen Restaurants und Fressbuden, die für das leibliche Wohl sorgen. Ein einladender Picknickbereich ermöglicht es aber auch eigene Verpflegung vor Ort zu verspeisen. Dahinter gibt es mehrere Aussichtspunkte auf die umliegenden grünen Wälder Nordthailands.
Über drei Ebenen fällt der Bua Tong Wasserfall in die Tiefe. Der mineralhaltige Kalkstein stellt einen schönen Kontrast zu den Grüntönen des thailändischen Waldes und zaubert eine wundervolle Atmosphäre. Hölzerne Treppenstufen führen in die tieferen Ebenen, doch du kannst auch über die „klebrigen“ Felsen des Wasserfalls absteigen. Ein Abenteuer ist dir an den Sticky Waterfalls garantiert.
Badespaß am Sticky Waterfall
Der Wasserfall bietet sich perfekt zum Baden und Klettern an. Am Eingang stehen Umkleidekabinen bereit und Sitzgelegenheiten am Wasser gibt es reichlich. Seile hängen an den Felsen und erlauben es auch steile Passagen des Wasserfalls zu erklimmen. Der Untergrund der Steine ist rau und erlaubt es dir problemlos entlang des Wasserlaufs zu wandern. Nur an Stellen mit Algen musst du ein bisschen aufpassen. Beim Klettern und Baden am Sticky Waterfall kann man für kurze Zeit wieder Kind sein. Viel Spaß dabei.
Besuch der Nam Phu Chet Si Quelle
Neben der Hauptattraktion bietet der Park noch ein weiteres Naturspektakel. Ein kleiner ausgeschilderter Pfad führt unweit des Wasserfalls zu einer Wasserquelle. Die Nam Phu Chet Si Quelle, die übersetzt Sieben-Farben-Brunnen bedeutet, ist ein kleiner Mineralgeysir. Das heilige Wasser erstrahlt angeblich in sieben verschiedenen Blautönen. In der Tat hat diese Quelle eine wunderschöne Farbe. Aufgrund des Kalziumkarbonat-haltigem Wasser brodelt es hier und kleine Bläschen steigen auf. Wenn du denn Sticky Waterfall besuchst, solltest du auch bei dieser Sehenswürdigkeit unbedingt vorbeischauen.
Der Sticky Waterfall ist schnell erreicht, aber der Tag endet oft nicht dort. Wer danach Zeit in der Natur oder abseits der Stadt verbringt, merkt, wie gut solche Orte zum Abschalten sind. Genau für diese ruhigen Reisephasen empfehle ich Bücher aus meiner Reisebücher-Sammlung.
Unterkünfte und Hotels in Chiang Mai
Als Ausgangspunkt für einen Besuch des Sticky Waterfalls eignet sich Chiang Mai gut.
Die Stadt bietet eine große Auswahl an Unterkünften sowie eine gute Anbindung an das Umland.
Von hier aus lässt sich der Ausflug als Tagestrip unternehmen.
Wenn du ergänzend einen Reiseführer speziell für den Norden von Thailand suchst, dann schau dir dieses Buch an. Die Autorin lebt seit 15 Jahren in Thailand und gibt wertvolle Reisetipps für Individual- und Low-Budget-Reisende. Außerdem werden nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten beschrieben, sondern es werden auch unbekanntere Orte im Norden genannt.
Fazit zum Sticky Waterfall
Der Bua Tong Wasserfall in Chiang Mai ist definitiv ein Besuch wert. Ich empfehle direkt nach der Regenzeit im Oktober oder November zu kommen, denn dann führt der Fluss viel Wasser. Zur Trockenzeit im April waren einige Bereiche kaum mit Wasser gefüllt. Schön war es trotzdem. Am besten reist du früh morgens an, damit du den Touristenansturm gegen Mittag vermeiden kannst. Außerdem kommen am Wochenende viele thailändische Familien und verbringen hier den Tag.
Das Klettern und das Baden am Wasserfall ist spaßig und erfrischend. Ich hatte permanent das Bedürfnis ins Wasser zu springen. Teilweise ist der Aufstieg am Wasserfall eine Herausforderung, doch Seile garantieren für sicheren Halt. Bring also unbedingt Badesachen mit. Es lohnt sich. Aber nicht nur der Wasserfall, sondern auch die Kulisse des Dschungels macht dieses Reiseziel zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und das Ganze ist sogar kostenlos. Ich würde definitiv wiederkommen.
Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über den Sticky Waterfall gefallen hat. Weiter unten im Artikel findest du noch mehr Attraktionen in Chiang Mai. Des Weiteren zeige ich dir auf meinem Thailand-Blog weitere schöne Reiseziele in Thailand und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise in Thailand. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Thailand-Urlaub.
Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Chiang Mai
Wat Phra That Doi Suthep
Nirgends in Thailand gibt es so viele Tempel wie in Chiang Mai. Der bekannteste ist der Wat Phra That Doi Suthep, der an den Hängen des Doi-Suthep-Berges thront. Vor allem die lange Treppe und der goldene Chedi sind beeindruckend. Aber auch die Aussicht auf die Umgebung ist atemberaubend. Solange es nicht gerade neblig ist.
Wat Chedi Luang
Ein weiterer sehenswerter Tempel ist der Wat Chedi Luang. Er liegt mitten im Zentrum von Chiang Mai und besitzt einen riesigen Stupa. Du kannst den Tempel zwischen 8 und 17 Uhr für 40 Baht besichtigen.
Universität von Chiang Mai und der Ang Kaew See
Eine etwas außergewöhnliche Attraktion ist der Campus der Universität von Chiang Mai. Der Campus diente als Filmkulisse für einen der erfolgreichsten Filme Chinas mit dem Titel „Lost in Thailand“. Hunderte chinesische Touristen kommen jeden Tag an den Campus und stellen die Filmszenen nach. Die Universität bietet bereits geführte Touren an und überlegt Eintritt für den Campus zu nehmen. Grund sind Touristen, die auf dem Campus Zelte aufschlagen, die Umgebung verschmutzen, die Universitätsuniform verbotenerweise tragen und sich sogar in die Unterrichtsräume schleichen. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte hier einen Stopp einlegen.
Huay Kaew Wasserfall
In der Nähe vom Campus beginnen die Hänge des Berges Doi-Suthep. Hier liegen mehrere Erholungsgebiete und Wasserfälle. So auch der Huay Kaew Wasserfall, der bei meinem Besuch im April allerdings kaum Wasser führte. Etwas höher gelegen befindet sich ein schöner Aussichtspunkt. Von dort hast du einen großartigen Blick auf die Stadt Chiang Mai. Wanderwege führen auf den Berg, aber auch Sammeltaxis fahren hinauf.
Die Berge von Chiang Dao
2 Autostunden nördlich von Chiang Mai liegt die Region Chiang Dao. Dort erwarten dich grüne Wälder, hohe Berglandschaften und ethnische Völker. Ich habe auf meiner Rucksackreise durch Thailand in einem kleinen abgelegenen Dorf in den Bergen von Chiang Dao übernachtet. Dort konnte ich die gigantischen Berge und Wälder erkunden, richtig entspannen und die Ruhe fernab der Zivilisation genießen. Ein unvergessliches Erlebnis. Schau dir gerne meinen Blog-Beitrag über Chiang Dao an und überzeuge dich selbst.
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Anbieter eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht! Ich sehe es als kleines Dankeschön für meine Arbeit und freue mich über jede Unterstützung.





