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Wanderung zum Krn – Der südlichste Hochgipfel der Slowenischen Alpen

von Arne 5. November 2025
5. November 2025
5,3K

Wandern in den Julischen Alpen: Die Rundtour zum Krn in Slowenien

Wilde Landschaften, großartige Naturerlebnisse und beeindruckende Sehenswürdigkeiten machen Slowenien zu einem Paradies für Outdoor-Fans. Besonders Wanderurlauber zieht es in die spektakulären Gebirgszüge im Norden des Landes: die Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen. In den Julischen Alpen erheben sich ganze 61 Gipfel über die 2000-Meter-Marke – darunter der Krn, der südlichste Hochgipfel des Gebirges. Er liegt malerisch oberhalb des Soča-Tals bei Tolmin und bietet ein atemberaubendes Panorama über die Julischen und Karnischen Alpen, das Soča-Tal und bei klarer Sicht sogar bis zur Adria.

Eine Rundwanderung zum Krn gehört zu den absoluten Highlights in den Slowenischen Alpen. Sie führt nicht nur auf einen spektakulären Gipfel, sondern passiert auch den größten Bergsee des Landes und zahlreiche weitere Naturhighlights. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine persönliche Tour zum Krn – eine Wanderung, die für mich zu den eindrucksvollsten Momenten meiner Slowenien-Reise zählte. Schön, dass du hier bist – viel Spaß beim Lesen!

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Wanderung in den Julischen Alpen in Kürze
  2. Anreise zum Krn
  3. Die detailierte Wanderung
  4. Hotels in der Nähe vom Krn
  5. Fazit zur Wanderung in den Julischen Alpen

Die Wanderung zum Krn im Überblick

Wenn du nachfolgend auf einen Link klickst, gelangst du direkt zum entsprechenden Abschnitt der Route. Diese startet an einem kostenlosen Wanderparkplatz im malerischen Lepena-Tal. Der erste Abschnitt der Wanderung führt über steinige Serpentinen prompt steil bergauf. Nach dem Aufstieg wird man mit den beiden wunderschönen Bergseen Dupeljsko Jezero und Krnsko Jezero belohnt. Über die Hochebene Planina na Polju verläuft der Wanderweg erneut bergauf Richtung Gebirgspass Krnska škrbina. Kurz darauf wird der Gipfel des Krn erreicht mit atemberaubendem Panorama über die Slowenischen Alpen. Anschließend führt die Wanderung über den Gebirgskamm der Batognica und den Bergrücken des Vrh nad Peski in Richtung des Denkmals Piramida na Peski. Durch malerische Landschaft verläuft der Wanderweg zurück zur Hochebene Planina Duplje und führt über dieselben Serpentinen hinab zum Tal der Lepena.

Die gesamte Rundwanderung am Krn ist 24 Kilometer lang. Wir haben circa 10 Stunden mit Pausen für die Wanderung gebraucht, waren aber auch gezwungen einen längeren Stopp einzulegen. Zwischenzeitig besitzt die Route eine starke Steigung, für die eine gute Grundkondition erforderlich ist. Während der Wanderung müssen fast 1900 Höhenmeter bergauf und wieder bergab bewältigt werden. Die Wanderwege führen über alpines Gelände, sind aber gut ausgebaut und ausgeschildert. Wanderschuhe sind hier dennoch Pflicht. Es gibt auf der Wanderung außerdem mehrere Einkehrmöglichkeiten. Ich habe die Route und alle wichtigen Reiseziele auf der Wanderkarte markiert.

Kompakte Infos für deine Reise

Charakter
Beste Reisezeit
Reisedauer
Transport
Unterkunft
Ausrüstung
Charakter

Alpine Hochgebirgswanderung im Nationalpark Triglav mit langen Anstiegen, exponierten Passagen und hochalpinem Gelände.
Die Route ist körperlich fordernd, erfordert Trittsicherheit und gute Kondition. Einsamkeit, Wetterumschwünge und Schneefelder sind auch im Hochsommer möglich.

Beste Reisezeit

Die Hauptsaison in Slowenien dauert von Juni bis September.
Eine Besteigung des 2200 Meter hohen Krn ist ausschließlich in den Sommermonaten empfehlenswert. Zwischen November und April liegt in der Regel Schnee. Selbst im August können Schneefelder den Weg erschweren. Der Niederschlag in den Julischen Alpen ist ganzjährig hoch, weshalb stabile Wetterfenster entscheidend sind.

Reisedauer

Für die gesamte Wanderung solltest du etwa 10 Stunden inklusive Pausen einplanen. Unvorhersehbare Situationen, etwa Wildtiere, Wetterumschwünge oder Schneefelder, können den Zeitbedarf zusätzlich verlängern.

Wenn du mehr Zeit hast, lohnt sich ein längerer Aufenthalt in der Region. Highlights in der Umgebung sind unter anderem das Soča-Tal oder der Bohinjsee.

Transport

Am einfachsten erreichst du den Startpunkt mit dem eigenen Auto. Alternativ ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Busse verkehren aus Bovec oder Kranjska Gora bis zur Haltestelle Lepena K.


Unterkunft

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Lepena-Tal, in umliegenden Orten wie Bovec oder in alpinen Berghütten entlang der Route.

Ausrüstung

Die Wanderung führt über alpines Gelände. Wanderschuhe sind Pflicht, Wanderstöcke empfehlenswert.
Denke an Sonnenschutz, regenfeste Kleidung und ausreichend Wasser. GPS-Karten können hilfreich sein. Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden, Wasser kann unterwegs an mehreren Quellen aufgefüllt werden.

Eine allgemeine Übersicht zur benötigten Wanderausrüstung findest du hier

  • Länge
    24 km (10 Std)
  • Höhenmeter
    ↑↓ 1890 m
  • Schwierigkeit
    Schwer
  • Start
    Dom Dr. Klementa Juga
  • Wege
    Gut ausgebaute Naturpfade, alpine Umgebung

Alternative Wanderung auf den Krn

Eine alternative Wanderung zum Krn startet in der Nähe von Kobarid und führt über die Südseite des Krn auf den Gipfel. Diese Wanderung ist kürzer und nicht ganz so anspruchsvoll. Eine ausführliche Beschreibung der Rundwanderung findest du in diesem lesenswerten Wanderführer* über die Julischen Alpen.

Mobilität in Slowenien

Viele der schönsten Wanderungen in Slowenien liegen abseits größerer Orte. Öffentliche Verkehrsmittel sind in ländlichen Regionen oft unzuverlässig oder zeitlich unpraktisch. Besonders, wenn du mehrere Touren kombinieren möchtest.

Für diese Wanderung ist ein Mietwagen daher die entspannteste Lösung: Du bleibst flexibel, bist nicht an Fahrpläne gebunden und erreichst auch abgelegene Startpunkte problemlos.

Ich selbst nutze in Slowenien immer einen Mietwagen.
Den Vergleich und die Buchung erledige ich seit Jahren über Check24* weil ich dort schnell passende Angebote finde und die Abwicklung zuverlässig ist.

👉 Mietwagen für Slowenien vergleichen – meine Empfehlung*

Wie du zum Krn in den Julischen Alpen kommst

Anreise mit dem Auto

Die schöne Wanderroute zum Krn startet an der Berghütte Dom Dr. Klementa Juga, wo es einen kostenlosen Parkplatz gibt (siehe Karte). Zwischen Bovec und dem Ort Soča verläuft die Straße Nr. 206 entlang der Soča. Auf Höhe von Podklanec führt eine Brücke über die Soča. Folgt man dieser Straße 6 Kilometer durch das Tal der Lepena erreicht man am Ende der Straße die Dom Dr. Klementa Juga. Von Bovec dauert die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung circa 25 Minuten und von Kranjska Gora etwa eine Stunde.

Mit dem Bus in die Julischen Alpen

Die nächstgelegene Bushaltestelle vom Startpunkt der Wanderung liegt leider 6 Kilometer entfernt an der Brücke, die in Podklanec über die Soča führt (siehe Karte). Für eine eigenständige Wanderplanung ist der Bus daher nur eingeschränkt praktikabel. Die Bushaltestelle heißt „Lepena K“ und wird von Bussen bedient, die zwischen Bovec und Kranjska Gora pendeln. Nähere Informationen findest du auf der Webseite der Busgesellschaft.

Meine Rundwanderung zum Krn in Slowenien

Alpines Wandererlebnis in den Julischen Alpen

Wir erreichen den kostenlosen Parkplatz im Tal der Lepena, der auf 700 Höhenmeter liegt, am frühen Morgen. Hinter der Berghütte Dom Dr. Klementa Juga, in der man übernachten kann, endet die asphaltierte Straße. Von dort führt ein Wanderweg über Serpentinen auf einer Strecke von 3,5 Kilometern und 700 Höhenmeter bergauf. Der steinige Weg verläuft durch einen schönen Wald und fordert direkt am Anfang der Wanderung enorme Anstrengung. Es geht steil bergan und die losen Steine am Boden erfordern volle Konzentration. Zwischenzeitig erhaschen wir grandiose Aussichten auf das Lepena-Tal, über dem noch ein morgentlicher Nebel liegt. Auf 1400 Höhenmetern verläuft der Wanderweg anschließend durch das Tal zwischen den Gipfeln des Debeljak und Vrh Duplja. Die erste Etappe Richtung Krn ist geschafft.  

Aussicht auf das grüne Lepena-Tal mit Wäldern, Bergen und morgendlichem Nebel in den Julischen Alpen
Blick ins Tal von Lepena
Wanderer auf einem Forstweg im Tal zwischen Debeljak und Vrh Duplja, umgeben von hohen Fichten und steilen Felswänden
Tal zwischen Debeljak und Vrh Duplja

Dupeljsko Jezero – Geheimtipp in den Julischen Alpen

Wir halten uns an der nächsten Abzweigung links und folgen den Hinweisschildern Richtung Bergsee Dupeljsko Jezero. Der Abstecher zum malerischen See lohnt, denn hier erwartet uns eine grandiose Landschaftsszene voller Ruhe und Gelassenheit inmitten der Julischen Alpen Sloweniens. Wer den Aufstieg zum Krn plant, sollte sich diese Attraktion nicht entgehen lassen. 

Blick auf den Dupeljsko Jezero, einen kleinen Bergsee in den Julischen Alpen, umgeben von grünen Wiesen, Felsen und steilen Berghängen
Dupeljsko Jezero

Krnsko Jezero – Der größte Bergsee Sloweniens

Der Wanderweg führt uns zur Berghütte Planinski dom pri Krnskih jezerih, in der man essen und übernachten kann, und verläuft anschließend über die Hochebene Planina Duplje. Nach Passieren einer Alm und grasenden Kühen auf den Almwiesen erreichen wir schließlich den Bergsee Krnsko Jezero. Der Krn-See ist der größte Hochgebirgssee Sloweniens und eine beliebte Sehenswürdigkeit in den Julischen Alpen. Am Bergsee erwartet dich ein wunderschönes Ökosystem mit bunten Pflanzen und ausgeprägter Artenvielfalt. Der Krn-See ist zurecht ein beliebtes Reiseziel in den Julischen Alpen.

Blick auf das Nordufer des Krnsko Jezero in den Julischen Alpen, mit türkisgrünem Wasser, steilen Felswänden und den Gipfeln des Krn-Massivs im Hintergrund
Nordufer des Krnsko Jezero
Blick vom Südufer des Krnsko Jezero auf das klare türkisgrüne Wasser, umrahmt von bewaldeten Hängen und den Gipfeln der Julischen Alpen
Südufer des Krnsko Jezero

Über die Hochebene Planina na Polju weiter Richtung Krn

Vom Südufer des Krnsko Jezero führt eine steile Passage 120 Höhenmeter hinauf auf die Hochebene Planina na Polju. Das letzte Stück führt über ein riesiges Eisfeld. Wir wandern durch Almwiesen mit bunten alpinen Blumen und erfreuen uns an den Karstformationen der Julischen Alpen, die das grüne Tal umschließen. Es folgt eine steile Etappe mit steinigen Serpentinen, die uns zügig bergan Richtung Krn führen.

Blick zurück auf den Krnsko Jezero, umgeben von grünen Hängen und Felsen in den Julischen Alpen
Blick zurück auf den Krnsko Jezero
Wanderer auf der Planina na Polju, umgeben von Bergwiesen und Felsen in den Julischen Alpen
Wanderweg auf der Planina na Polju
Rückblick auf die grüne Almfläche der Planina na Polju mit Wanderweg und umliegenden Bergen in den Julischen Alpen
Blick zurück auf die Planina na Polju

Aufstieg zum Gebirgspass Krnska škrbina zwischen Krn und Batognica

Der folgende Aufstieg ist sehr anstrengend, denn der steinige Wanderweg verläuft steil bergauf. Außerdem müssen wir erneut eine riesige Passage aus Eis passieren. Aber die grandiosen Aussichten auf die slowenischen Alpen entschädigen. Vor uns ragt die schroffe Nordflanke des Felsens der Batognica in die Höhe und macht uns die Überlegenheit der Natur bewusst. Nach 500 Höhenmetern erreichen wir den Bergsattel Krnska škrbina, der sich zwischen den Gipfeln des Krn und der Batognica befindet. Von hier können wir zum ersten Mal auf die südlichen Ausläufer der Julischen Alpen blicken und erkennen sogar die Soča zwischen Tolmin und Kobarid.

Blick auf den steilen, felsigen Batognica mit Schneefeld und Wanderer am Grat in den Julischen Alpen
Blick auf den Batognica
Wanderer überqueren ein Schneefeld am Krn in den Julischen Alpen in Slowenien
Schneefeld im Berghang
Steiler Gebirgspass Krnska škrbina mit markantem Felsmassiv, Wolken und weitem Ausblick über die Julischen Alpen
Gebirgspass Krnska škrbina

Panorama von Slowenien auf dem Gipfel des Krn

Über grüne Wiesen, auf denen Schafe grasen, folgen wir dem Wanderweg auf der Südseite des Krn Richtung Gomiščkovo zavetišče na Krnu. An der alten Berghütte essen wir Mittag und machen eine Rast. Wir sind auf unserer Wanderung bisher nur wenigen Menschen begegnet. Doch an der Berghütte müssen wir feststellen, dass viele Menschen den einfacheren Weg über die Südhänge des Krn auf den Gipfel wandern. Der Krn scheint ein beliebtes Reiseziel in Slowenien zu sein. 

Weidende Schafe auf der grünen Gipfelwiese des Krn mit Blick auf die umliegenden Wolken und Berge
Schafe auf dem Gipfel

Wenn du dich abseits konkreter Touren weiter inspirieren lassen möchtest, findest du in meiner Sammlung an Outdoorbüchern persönliche Empfehlungen zu Abenteuern, Fernwegen und Naturgeschichten.


Nach der Stärkung an der Berghütte wandern wir die letzten 60 Höhenmeter auf den Gipfel des Krn (2244 m). Von hier oben haben wir ein fantastisches Panorama auf die umliegenden Berge Sloweniens. Wir können weit über die Julischen Alpen blicken, sehen die Obere Adria und das schöne Tal der Soča. Außerdem sehen wir den Krn-See, die Planina na Polju und unseren bereits bewältigten Weg nach hier oben. Der mühsame Aufstieg auf den Krn hat sich gelohnt.

Aussicht vom Gipfel des Krn über die Julischen Alpen mit Blick auf den türkisfarbenen See im Tal und die umliegenden Bergketten
Aussicht vom Gipfel des Krn

Sloweniens Vergangenheit – Historischer Wanderweg über den Gipfel der Batognica

Wir steigen ab vom Gipfel und erreichen erneut den Gebirgspass Krnska škrbina. Von dort nehmen wir den Wanderweg Nr. 1, der über den Gipfel der Batognica (2164 m) führt und am Bergsattel Prag endet. Der schmale Pfad verläuft entlang verfallener Stellungen, Bunker und Schützengräben, die im Ersten Weltkrieg errichtet wurden. Der Gipfel des Krn wurde damals sogar durch Artilleriebeschuss zerstört und ist seither etwas niedriger. Vorsicht! Dieser Wanderweg verläuft teilweise direkt am Abgrund über schmale Pfade und den Bergkamm der Batognica. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollten vorhanden sein. Auf der Nordseite der Batognica gibt es einen einfacheren Wanderweg, der ebenfalls zum Gebirgspass Prag führt.

Blick auf den Gipfel des Krn in den Julischen Alpen mit grünem Grat und Felsen
Blick zurück auf den Krn
Gruppe von Wanderern auf einem schmalen, felsigen Pfad beim Aufstieg zum Krn in den Julischen Alpen, Slowenien
Wanderweg am Abgrund

Über die Südseite des Vrh nad Peski zum slowenischen Denkmal Piramida na Peski

Am Bergsattel Prag halten wir uns links und wandern über die Südseite des Vrh nad Peski und der Piramida. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Wanderweg besteht nur aus Geröll und Schotter. An einer Stelle ist der Weg sogar ausgesetzt und wir müssen über lose Steine die Schneise überqueren. Die Aussichten auf dieser Etappe sind allerdings grandios. Nach 1,3 Kilometern erreichen wir das Denkmal Piramida na Peski. 

Blick über die steinigen Hänge und Felsformationen des Krn in den Julischen Alpen
Steinerne Pyramide als Denkmal in den Julischen Alpen nahe dem Krn, Slowenien
Pyramida Denkmal

Die Steinböcke in den Julischen Alpen

Vom Denkmal Piramida na Peski aus geht es über steinige Wanderwege circa 200 Höhenmeter steil bergab. Wie aus dem Nichts entdecken wir eine große Steinbockherde direkt über uns auf den Berghängen. Die Herde setzt sich gerade erst in Bewegung und bereits nach wenigen Sekunden vernehmen wir ein lautes Geräusch über uns. Wir springen zur Seite und schon rauschen losgetretene Steine von den Berghängen über uns zu Boden. Das war knapp. Da die Herde parallel zum Wanderweg auf den Berghängen läuft, müssen wir eine gefühlte Ewigkeit warten, bis die Steinböcke sich verzogen haben.

Die unberührte Natur Sloweniens

Nach dem kleinen Schock wandern wir 2 Kilometer lang auf gleichbleibender Höhe auf einem idyllischen Wanderweg. Dieser verläuft entlang grüner Wiesen, bunten Blumen und Felswänden. In der Ferne ragen die Gipfel der slowenischen Alpen in die Höhe. Wir erreichen eine Abzweigung, ab der wir über Serpentinen zurück auf die Hochebene Planina Duplje wandern. Teilweise tragen Steine die Markierung „Kr. Jezero“. Erneut passieren wir die Alm und deren Weideflächen.

Blick ins alpine Tal mit Felsen, Wäldern und Wolken über den Julischen Alpen am Krn
Blick auf die Planina Duplje
Abgelegene Berghütte inmitten einer grünen Wiese, umgeben von dichten Wäldern und Bergen am Fuße des Krn in Slowenien
Almwiesen auf der Planina Duplje

Die letzte Etappe der Wanderung am Krn

Wir lassen die Planinski dom pri Krnskih jezerih und den Dupeljsko Jezero auf dem Rückweg links liegen und wandern auf einem steinigen Fahrweg zurück bis zur Seilbahn. Dort erwartet uns ein qualvoller Abstieg über Serpentinen. Die losen Steine auf dem Wanderweg fordern ein letztes Mal volle Konzentration, doch die ist nach über 20 Kilometern im alpinen Gelände verflogen. Nach 10 Stunden in den Julischen Alpen erreichen wir den Parkplatz. Erschöpft, aber glücklich, dass wir diese wundervolle Wanderung zum Krn auf uns genommen haben.

Weitere Wanderungen und Bergtouren in den Julischen Alpen

Die Wanderung auf den Krn ist ein großartiger Einstieg in die Julischen Alpen.

Wenn du mehr Zeit in der Region hast oder nach weiteren alpinen Erlebnissen suchst, von aussichtsreichen Flusstouren bis hin zu anspruchsvollen Berg- und Klettersteigrouten, findest du rund um den Triglav-Nationalpark zahlreiche geführte Touren. Die folgenden Angebote zeigen, wie vielseitig das Wandern und Bergsteigen in dieser Region ist.

Hotels und Unterkünfte in den Julischen Alpen

Als Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Krn eignet sich das Lepena-Tal. Im Tal selbst gibt es einige Unterkünfte sowie Campingmöglichkeiten, die sich besonders für frühe Starts zur Wanderung anbieten.

Alternativ bietet sich die nahegelegene Stadt Bovec an. Dort steht eine größere Auswahl an Unterkünften zur Verfügung, ebenso wie Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Bovec eignet sich besonders als Basis, wenn die Krn-Besteigung mit weiteren Wanderungen im Soča-Tal kombiniert werden soll.

Entlang der Route befinden sich zudem Berghütten, die als Übernachtungs- oder Rastmöglichkeit genutzt werden können. Diese liegen direkt an den Wanderwegen und dienen vor allem als alpine Stützpunkte. Unter folgenden Links findest du die Webseite der Dom Dr. Klementa Juga und die der Planinski dom pri Krnskih jezerih.

👉 Unterkünfte in Bovec ansehen*

Reiseführer als Ergänzung

Wenn du zusätzlich zu dieser Tour einen klassischen Reiseführer oder Wanderführer nutzen möchtest, können diese Bücher eine gute Ergänzung sein.
Sie bieten Hintergrundinfos und weitere Ideen für Slowenien. Besonders hilfreich, wenn du gern offline planst oder stöberst.

Slowenien Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps (MM-Reisen)
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Slowenien: 53 Touren zwischen Julischen Alpen und Adriaküste. Mit GPS-Daten: 53 Touren zwischen Julischen Alpen und Adriaküste mit GPS-Tracks (Rother Wanderbuch)
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Fazit: Rundwanderung auf den Krn – ein alpines Highlight in Slowenien

Die Rundwanderung zum Krn zählt für mich zu den schönsten Touren in den Julischen Alpen. Wer Berge, weite Ausblicke und abwechslungsreiche Natur liebt, wird diese Route genießen. Zwischen blühenden Wiesen, klaren Seen und beeindruckenden Panoramablicken auf Sloweniens Hochgebirge bietet diese Tour landschaftliche Vielfalt pur.

Die Route ist fordernd, aber lohnend. Sie verläuft über Geröll, entlang steiler Hänge und teils nahe am Abgrund – daher solltest du trittsicher, schwindelfrei und mit alpiner Erfahrung unterwegs sein. Respekt vor der Höhe ist hier ebenso wichtig wie gute Kondition.

Mit rund 24 Kilometern und einer Gehzeit von 9 bis 10 Stunden verlangt die Tour einiges ab. Ich war im August unterwegs – bei bestem Wetter, aber frischer Brise auf dem Gipfel. Unterwegs war es angenehm ruhig, nur am Krn-Gipfel begegneten wir weiteren Wandernden. In den Wintermonaten bis weit in den Mai kann Schnee liegen. Wer das Soča-Tal besucht, sollte den Krn unbedingt einplanen – ein unvergessliches Naturerlebnis, das ich sofort wiederholen würde.

Ich hoffe, dass dir mein Reisebericht über den Krn gefallen hat. Auf meinem Slowenien-Blog zeige ich dir weitere schöne Reiseziele in Slowenien und teile wertvolle Tipps und Erfahrungen für deine Reise nach Slowenien. Hat dir mein Blog-Beitrag gefallen? Konnte ich dir helfen? Dann würde ich mich freuen, wenn du meinen Reiseblog weiterempfiehlst, einen Kommentar hinterlässt oder mir auf Instagram folgst. Danke fürs Lesen und viel Spaß im Slowenien-Urlaub.

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